Partnerschaftstreffen in Kleinmachnow: Herzlicher Austausch und gemeinsame Erinnerungen
Vier Tage voller Begegnungen, spannender Gespräche und gemeinsamer Erlebnisse liegen hinter Kleinmachnow – vom 7. bis 10. Mai 2026 begrüßte die Gemeinde Gäste aus ihren Partner-Kommunen: Bürgermeister Dirk Harscher aus Schopfheim in Baden-Württemberg mit seiner Delegation. Und Landrat Piotr Fedorowicz aus dem polnischen Landkreis Świdnica, der mit seiner Frau Joanna sowie Monika Pasternak-Domagała aus dem Büro für Europaangelegenheiten des Landratsamtes angereist war. Anlass des Besuchs war unter anderem das 30-jährige Bestehen der offiziellen Städtepartnerschaft mit Schopfheim, deren Ursprünge allerdings bis ins Jahr 1948 zurückreichen. Mit Świdnica ist Kleinmachnow seit 2023 partnerschaftlich verbunden.
Donnerstagmittag wurden die Gäste aus Schopfheim von Kleinmachnows Vize-Bürgermeister Stephan Grass am Berliner Hauptbahnhof empfangen, während die Delegation aus Świdnica individuell mit dem Auto anreiste. Nach dem Einchecken im GINN-Hotel startete am Nachmittag eine gemeinsame Rundfahrt durch Kleinmachnow. Dabei erhielten die Gäste einen Einblick in die Geschichte und Entwicklung der Gemeinde.
Orts-Tour durch Kleinmachnow
Erste Station war die Machnower Schleuse am Teltowkanal, das bekannteste Wahrzeichen Kleinmachnows. Anschließend führte die Tour in das Alte Dorf – den historischen Ortskern der Gemeinde. Rund um die Dorfkirche, um das Medusentor und um die Reste des ehemaligen Gutsparks der alten Hakeburg erfuhren die Gäste Einzelheiten über die Geschichte Kleinmachnows und die Entwicklung des früheren Ritterguts.
Danach stand ein Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Kleinmachnow auf dem Programm. Dort stellte Bürgermeister Bodo Krause den Gästen die technische Ausstattung sowie die Aufgabenbereiche der Feuerwehr vor. Dabei ging er unter anderem auf die Einsatzbereiche der Wehr und die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements ein.
Besuch des Checkpoint Bravo
Ein weiterer Programmpunkt der Kleinmachnow-Tour war der Besuch der Grenzgedenkstätte Checkpoint Bravo. Hier führte Thomas Baier vom Checkpoint Bravo e. V. die Delegationen durch den damaligen Kommandantenturm und erläuterte ausführlich die Geschichte des früheren Grenzübergangs sowie die Entwicklung des heutigen Gewerbegebiets Europarc Dreilinden. Besonders die historischen Hintergründe zur deutschen Teilung stießen bei den Gästen auf großes Interesse.
Barbecue im Rathaus
Am Abend kamen Gäste und Gastgeber zu einem gemeinsamen Grillabend im Bürgersaal des Rathauses Kleinmachnow zusammen. Bürgermeister Bodo Krause begrüßte die Delegationen offiziell mit einer kleinen Ansprache und betonte die Bedeutung der langjährigen Partnerschaften und des persönlichen Austauschs zwischen den Kommunen.
Im Rahmen des Abends wurden auch kleine Gastgeschenke überreicht: Świdnicas Landrat Piotr Fedorowicz schenkte Bürgermeister Bodo Krause u.a. eine Basecap des italienischen Fußballvereins SSC Neapel. Die Gäste aus Schopfheim brachten einen Präsentkorb mit regionalen Spezialitäten aus Baden-Württemberg mit, den Schopfheims Bürgermeister Dirk Harscher übergab.
Gedenkveranstaltung zum 8. Mai
Der Freitag begann mit einer Gedenkveranstaltung im Bürgersaal des Rathauses anlässlich des 8. Mai – dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Mitgliedern der Gemeindevertretung und den Gästen aus Polen und Baden-Württemberg wurde an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft sowie an die Bedeutung von Frieden, Freiheit und europäischer Verständigung erinnert.
Besonders eindrucksvoll war dabei auch ein Beitrag von Schülerinnen und Schüler des Weinberg-Gymnasiums Kleinmachnow. Mit mehreren Themen-Tischen zur deutschen Teilung und zur Geschichte der innerdeutschen Grenze sorgten sie für intensive Gespräche und einen lebendigen Austausch unter den Gästen.
Erkundung von Potsdam
Im Anschluss führte das Programm nach Potsdam. Dort erkundeten die Delegationen gemeinsam mit einzelnen Mitgliedern aus den verschiedenen Fraktionen der Gemeindevertretung zunächst den Schlosspark Babelsberg mit seinen historischen Parkanlagen, dem Schloss Babelsberg und dem Flatowturm. Danach ging es weiter zum Schloss Sanssouci und zur Grabstätte Friedrichs des Großen auf den Weinbergterrassen des Parks.
Live-Musik in den Kammerspielen
Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es in die Potsdamer Innenstadt. Rund um den Alten Markt erhielten die Gäste Einblicke in die Geschichte der brandenburgischen Landeshauptstadt. Besucht wurden unter anderem das Potsdamer Stadtschloss, heute Sitz des Brandenburger Landtages, die Nikolaikirche sowie das Holländische Viertel.
Am Abend fand der offizielle Empfang im Restaurant „Noi2Due“ in Kleinmachnow statt. Anschließend wurde in den Neuen Kammerspielen gemeinsam gefeiert. Für die musikalische Begleitung sorgte die Berliner Band „Neon Deluxe“ mit Musik der 1980er Jahre.
Jubiläums-Party im Freibad
Ein weiterer Höhepunkt des Wochenendes war am Samstag das Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen des Freibades Kiebitzberge. Das Programm umfasste unter anderem Musik, Tanz, Showakrobatik, Vereinsstände und verschiedene Mitmachaktionen. Neben Auftritten verschiedener Tanzgruppen präsentierten sich auch die DLRG, der Ruderclub sowie die Freiwillige Feuerwehr. Für Kinder und Familien gab es zusätzlich Angebote wie Hüpfburgen, Bastelaktionen und Zorbing-Bälle.
Beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant „La Piscina“ klang das Partnerschaftswochenende schließlich aus. Am Sonntag traten die Gäste die Heimreise an.
Das Wochenende zeigte erneut, wie wichtig der persönliche Austausch zwischen den Partnerkommunen ist. Neben den offiziellen Programmpunkten standen vor allem die gemeinsamen Begegnungen und Gespräche im Mittelpunkt.
Und die nächste Möglichkeit zum weiteren Austausch steht bereits: Vom 14. bis 17. Mai 2026 wird die Jugendkapelle unserer Partnerstadt Schopfheim mit 33 Mitgliedern zu Gast in Kleinmachnow beim Jugendblasorchester sein. Höhepunkt dieses 12. Orchestertreffens ist ein gemeinsames Konzert im Theatersaal der Seniorenresidenz Augustinum.