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Radverkehr in Kleinmachnow

Bereits in 2013 wurde in Zusammenarbeit mit einem externen Planungsbüro ein "Masterplan Fahrrad" für Kleinmachnow entwickelt. Dieser enthält ein Radverkehrs-Zielnetz, eine Maßnahmenkonzeption zur Verbesserung der Wegeinfrastruktur, Überlegungen zum Fahrradparken sowie zu einem Fahrradleitsystem. Das Maßnahmenpapier soll als Handlungsrichtlinien dienen, um den Radverkehr der Gemeinde zu fördern, das Radfahren sicherer zu machen und die Bedingungen für Radfahrende zu optimieren. Zur Förderung des Radverkehrs wurden unter anderem Radwege neu geschaffen oder entsprechend gewidmet. Es finden regelmäßig Aktionen zur Fahrad- und Verkehrserziehung sowie Radcodierungs-Aktionen der Polizei statt. Darüber hinaus gibt es natürlich auch Überlegungen die Bedingungen für den Radverkehr gemeindeübergreifend zu fördern.

Modellprojekt Mobilstation: Kostenloses Ausleihen von E-Bikes

Kleinmachnow und der Landkreis Potsdam-Mittelmark möchten den Radverkehr aktiv fördern. Daher wurde im Mai 2021 mit einer ersten Mobilstation am Rathausmarkt ein Pilotprojekt zum Verleih von E-Bikes gestartet. Ziel ist es, innerhalb der einjährigen Pilotphase so viele Rückmeldungen und Nutzungserfahrungen wie möglich zu sammeln, um die Akzeptanz des Angebotes und die Bedürfnisse der Nutzenden zu erfassen. Sofern das Angebot Zuspruch erfährt, können die in der Pilotphase gemachten Erfahrungen in ein künftig dauerhaftes Sharingsystem einfließen und weitere Standorte auf ihr Potenzial untersucht werden. Auf diese Weise kann die Gemeinde Kleinmachnow ein passgenaues und nutzerorientiertes Mobilitätsangebot zur Verfügung stellen.

Der Pilotbetrieb dient der Förderung des Radverkehrs und soll als Ergänzung zum bestehenden ÖPNV-Angebot verstanden werden. So kann der Umweltverbund im Gesamten gestärkt werden. Zudem wird darüber nachgedacht, das Angebot um weitere nachhaltige Mobilitätsangebote (beispielsweise E-Tretroller, E-Lastenräder) an weiteren Standorten in der Gemeinde zu etablieren und perspektivisch in einem regionalen Netzwerk aus nachhaltigen Mobilitätsangeboten einzufügen.

Wir rufen Sie dazu auf, das Angebot rege zu nutzen. Wir werden Ihre Anregungen regelmäßig digital und analog aufgreifen und verwerten. Helfen Sie uns dabei, das Radfahren in Kleinmachnow ein Stück besser zu machen.

Standort der E-Mobilstation

Der Standort der temporären Mobilstation befindet sich am Rathausmarkt (Adolf-Grimme-Ring (Ost) / Förster-Funke-Allee). Dieser Standort wurde wegen seiner Nähe zum ÖPNV-Haltepunkt gewählt. Durch die Nähe kann ein schneller Umstieg erfolgen und so eine sinnvolle Verknüpfung zwischen Radverkehr und ÖPNV stattfinden.

Was ist ausleihbar?

In der Mobilstation werden vorerst acht Elektrofahrräder für Sie auszuleihen sein. Es ist geplant, das Testangebot um ggf. E-Scooter und E-Lastenfahrräder zu erweitern. Die Fahrräder sind mit einem festen Schloss ausgestattet und werden über die Sharing-App ver- und entriegelt. Der Akku des Elektrofahrrads hat immer einen Mindestladestand von 40 Prozent, sodass Sie bequem eine ausgedehnte Testrunde fahren können.

Buchung und Reservierung via Sharing-App „E-Sharing by GP Joule Connect“

Um das Sharingangebot für die vorerst begrenzte Dauer von 12 Monaten nutzen zu können, müssen Sie sich bei der Sharing-App „E-Sharing by GP Joule Connect“ anmelden. Die App ist kostenfrei über den App-Store für Android und IOS verfügbar. Für die Registrierung benötigen Sie eine Kreditkarte. Es wird eine einmalige Registrierungsgebühr von einem Euro erhoben, um das System vor missbräuchlichen anonymen Anmeldungen zu schützen. Für die spätere Nutzung der App können Sie die direkte Hinleitung über einen QR-Code nutzen. Der QR-Code befindet sich am Fahrrad und innerhalb und außerhalb der Mobilstation.

Preise für den Verleih der E-Bikes

Die Nutzung der Elektrofahrräder ist aktuell für die ersten sechs Stunden kostenfrei. Danach kostet jede weitere Stunde drei Euro, wobei pro angefangene Viertelstunde abgerechnet wird. Die Tageshöchstmiete ist auf 24 Euro begrenzt.

Ausleihe und Rückgabe der E-Bikes

Ausleihe und Rückgabe finden ausschließlich an der Mobilstation am Rathausmarkt statt. Bei der Rückgabe ist das Elektrofahrrad wieder mit dem Ladekabel zu koppeln. Bei erfolgreicher Rückgabe des E-Bikes erhalten Sie eine Bestätigungsanzeige auf der App. Die maximale Ausleihdauer ist auf 24 Stunden begrenzt, um so vielen Menschen wie möglich die Gelegenheit für eine Testfahrt zu bieten. Das ausbleibende Zurückbringen des Elektrofahrrades nach den vorgegebenen 24 Stunden wird geahndet.

Probieren Sie es aus! Über den gesamten Zeitraum können Sie sich  für Fragen, Schadensmeldungen oder Infos an die Service-Nummer +49 0241-95788 366 wenden.



Entwicklung von länderübergreifenden Radschnellwegeverbindungen

Kleinmachnow ist Teil eines interkommunalen Kooperationsvorhabens zum Thema Radschnellwegeverbindungen Südwest. Das Projekt stellt sich der Frage wie länderübergreifend eine attraktive Radverkehrsinfrastruktur entwickelt werden kann, um insbesondere auch Pendlern attraktive umweltfreundliche Verkehrsangebote zu eröffnen? Für dieses Projekt haben sich der Landkreis Potsdam-Mittelmark, der Bezirk Steglitz-Zehlendorf und die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, die Landeshauptstadt Potsdam, die Städte Teltow und Werder (Havel) sowie die Gemeinden Kleinmachnow, Stahnsdorf, Nuthetal und Schwielowsee zusammengetan.

Das Konzept beinhaltet die Untersuchung verschiedener Trassenvarianten, die Definition von Ausbaustandards, eine Kostenschätzung sowie die Darstellung von Finanzierungsmöglichkeiten. Die Federführung liegt beim Initiator des Projektes: dem Landkreis Potsdam-Mittelmark.  Neben der Landeshauptstadt Potsdam und der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin wird das Projekt gemeinsam mit den Kommunen Schwielowsee, Nuthetal, Stahnsdorf, Kleinmachnow, Werder (Havel), Teltow und dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf durchgeführt. Gefördert wird das Projekt von der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg und weitere Unterstützung erfährt es vom Land Brandenburg. 

Im ersten Schritt hat das beauftragte Planungsbüro eine Potenzialanalyse erstellt. Basierend auf dieser Analyse erfolgte die Festlegung von drei geeigneten Trassenkorridoren: Werder (Havel) – Potsdam, Potsdam – Teltow, Potsdam – Berlin-Wannsee. In enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Kommunen wurden innerhalb der Korridore mögliche Trassenvarianten entwickelt und einer Bestandsaufnahme unterzogen. Die fachlichen Zwischenergebnisse der Machbarkeitsuntersuchung sollen nun mit den betroffenen Bürger/-innen diskutiert werden.


Im Anschluss an das Beteiligungsverfahren erfolgt die Auswertung der Rückmeldungen und eine weitere Abstimmung mit den Projektpartnern. Der Abschluss des Projektes ist für Dezember 2021 vorgesehen. Weitere Informationen zu den Radschnellwege-Trassen sowie zum Projekt finden Sie hier auf den Seiten des Landkreises Potsdam-Mittelmark.