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Verbesserung der Verkehrssituation in der Sommerfeldsiedlung

Aufgeworfene Betonplatten, große Löcher in den Straßen, holprige Gehwege: Die Sanierung der Straßenbelege in der Sommerfeldsiedlung wird auf den Weg gebracht. Das Engagement, dass alle Beteiligten und insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner bei diesem nicht einfachen Thema zeigten, war für die Gemeindeverwaltung und die beauftragten Planungsbüros sehr wichtig und hilfreich für die Vorbereitung der weiteren Schritte.

Nach einem mehrjährigen Bürgerdialog und einem intensiven Austausch in den kommunalpolitischen Gremien über die Verbesserung der Verkehrssituation in der Sommerfeldsiedlung beschloss die Gemeindevertretung im September 2020 ein Bauprogramm. Darin wurden die Grundzüge des künftigen Straßen- und Gehwegbaus für die Sommerfeldsiedlung festgelegt. Im Februar 2021 entschied die Gemeindevertretung ergänzend, welche neue Beleuchtungsanlage vorzusehen ist.

Entsprechend der gefassten Beschlüsse sollen die öffentlichen Verkehrsflächen der Sommerfeldsiedlung in den kommenden Jahren nun Schritt für Schritt grundhaft erneuert werden. Die Gesamtmaßnahme umfasst insgesamt dreizehn Straßen und wird in zwei Bauphasen realisiert (Bauphase A und Bauphase B).

Die Bauphasenaufteilung stellt sich gegenwärtig wie folgt dar:

Bauphase A

Bauphase B

-     An der Stammbahn
-     Steinweg Nord
-     Kuckuckswald
-     Brodberg
-     Pilzwald
-     Johannistisch
-     Im Dickicht

-     Franzosenfichten
-     Wendemarken Ost
-     Meisenbusch Süd
-     Wendemarken West
-     Seematen
-     Rosenhag
-     Feldfichten
-     Meisenbusch Nord

Nachdem die Abfrage der Anwohnerschaft zu Lage und Abmessung der benötigten Grundstückszufahrten und -zugänge im Zuge der Ausführungsplanung erfolgt ist, laufen derzeit die Vorbereitungen für eine europaweite Ausschreibung der Bauleistungen der Bauphase A. Angestrebt wird, in den Sommermonaten 2022 mit den Arbeiten zu beginnen. Nach aktuellem Planungsstand soll die Realisierung der Bauphase B ab 2026 erfolgen.

Erhaltung des ursprünglichen Erscheinungsbildes

Im Zuge der Baumaßnahmen wird die Grundstruktur der Verkehrsflächen, die durch die Fahrbahnbreiten, die vorhandenen Querschnitte und die Fahrbahneinfassung mit teils überfahrbaren Hochbordsteinen aus Granit bestimmt ist, im Wesentlichen nicht verändert. Damit wird ein zentrales Ergebnis des Bürgerdialogs umgesetzt. Anpassungen sind aber notwendig bei der Nutzung und Ausgestaltung der Seitenbereiche, bei der Regenwasserableitung, der Ausbildung der Fahrbahnoberflächen und der Straßenbeleuchtung. Das ursprüngliche Erscheinungsbild der Siedlung soll jedoch soweit wie möglich erhalten werden.

Mehr Raum für Fußgängerverkehr

So soll in den Seitenbereichen der Erschließungsstraßen dem Fußgängerverkehr mehr Raum gegeben werden. Insbesondere soll damit eine barrierefreie Nutzung gewährleistet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Parkmöglichkeiten nur noch auf jeweils einem der beiden Seitenbereiche vorgesehen. Diese werden entsprechend Straßenverkehrsordnung (StVO) klarstellend als Parkstreifen beschildert. Der jeweils andere Seitenbereich der Erschließungsstraßen bleibt künftig der Gehwegbenutzung entsprechend StVO vorbehalten. Dazu werden die Seitenbereiche mit einer schmalen gepflasterten Gehbahn bzw. für das Parken mit Rasenrippenplatten, seitlich ergänzt durch eine wassergebundene Decke ausgestattet.

Die Fahrbahn wird in Asphaltbauweise hergestellt. Um den bisherigen Siedlungscharakter dennoch weitestgehend zu entsprechen, wird das Asphaltmischgut durch die Beimengung von Quarzit aufgehellt. Zur Verbesserung der Regenentwässerung wird in der Straße An der Stammbahn und im nördlichen Bereich der Straße Wendemarken jeweils ein Regenwasserkanal verlegt, im gesamten Gebiet werden die bestehenden Versickerungsanlagen erneuert und erweitert.

Das gilt für Grundstückszufahrten

Für die grundhafte Erneuerung des öffentlichen Straßenraums der Sommerfeldsiedlung werden alle vorhanden Oberflächenbefestigungen inklusive der bestehenden Grundstückszufahrten und ‑zugänge zurückgebaut und anschließend neu hergestellt. Im beschlossenen Bauprogramm ist eine einheitliche Befestigung der grundstücksbezogenen Erschließung mit Granit-Kleinsteinpflaster festgelegt.

Für den Ausbau kommunaler Straßen werden gemäß Kommunalabgabengesetz (KAG) keine Straßenbaubeiträge mehr von den Anliegern erhoben. Davon unberührt ist der Ersatz der Kosten für die Herstellung, Erneuerung, Veränderung und Beseitigung individueller Grundstückszufahrten und -zugänge. Diese Kosten sind weiterhin zu 100 Prozent von den jeweiligen Eigentümern zu tragen. Eine Erstattung der Kosten für bereits bestehende Grundstückszufahrten und -zugänge, die im Rahmen der grundhaften Erneuerung zurückgebaut werden, ist satzungsgemäß nicht vorgesehen.


4. Bürgerwerkstatt Sommerfeldsiedlung | 20. März 2018

Mit der 4. Bürgerwerkstatt ging der Bürgerdialog zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Sommerfeldsiedlung am 20. März zu Ende. Erkennbar war, dass es nach zahlreichen Diskussionen und Beratungen mittlerweile in vielen - wenn auch nicht allen - Bereichen deutliche Annäherungen zwischen den Vorstellungen der Gemeindeverwaltung und denen der Anwohner gibt.

Anfang 2017 hatte die Verwaltung diesen mehrstufigen Bürgerdialog mit dem Ziel gestartet, unter Einbeziehung der Anwohnerschaft und unterschiedlicher Interessengruppen ein zukunftsorientiertes Konzept zur künftigen Gestaltung der öffentlichen Straßenverkehrsflächen in der Sommerfeldsiedlung zu erarbeiten.

Architekt Heinz Nagler, dessen Büro Nagler + Partner Stadtplaner Architekten (Cottbus) von Anfang an mit der Betreuung des Projektes beauftragt war, stellte die aus dem Abwägungsprozess entwickelten Planungsempfehlungen der Verwaltung vor, die in diesem Frühjahr der Gemeindevertretung vorgelegt und in deren Fachausschüssen diskutiert werden sollen. Dargestellt wurden auch die nach heutigem Stand voraussichtlichen Kosten für die verschiedenen Lösungsansätze bzw. Ausführungsvarianten.

Auch die Bürgerinitiative Sommerfeldsiedlung legte ihre Sicht dar

Nachdem der Start des Bürgerdialogs 2017 noch von großem Misstrauen geprägt und durchaus rau im Umgangston war, zeigten sich Vertreterinnen und Vertreter der Anwohnerschaft nun aufgeschlossener für einige der Empfehlungen, so z.B. hinsichtlich der Notwendigkeit, die Straßen grundhaft zu erneuern. Auch die Gemeindeverwaltung hat Anregungen der Bürgerinitiative aufgegriffen, indem bei der notwendigen Modernisierung der Straßenbeleuchtung nicht eine maximale Ausleuchtung, sondern nur eine eng an der Bestandsdichte orientierter Erneuerung erfolgen soll.

Nachwievor unterschiedliche Einschätzungen bestehen bei der Frage nach einer Befestigung von Kfz-Stellflächen auf den vier Meter breiten Seitenstreifen. Die Bürgerinitiative setzt sich für den konsequenten Erhalt des historischen Erscheinungsbildes der Sommerfeld-Siedlung aus den 1930er Jahren ein. Die Angleichung der Straßenquerschnitte auf in allen Straßen einheitliche Maße, was ein verbessertes Miteinander von Autos und Fußgängern ermöglichen würde, wird zum Teil kritisch gesehen. Die Bürgerinitiative befürwortet außerdem Betonfahrbahnen und wehrt sich gegen jegliche weitere Versiegelung.

Die Gemeinde wird für das künftige Material für die Fahrbahnen deshalb gleichberechtigt nicht nur hellen Asphalt, sondern auch Beton als möglichen Baustoff untersuchen.


Der Planungsablauf gliedert sich in insgesamt vier Stufen. Zurzeit befinden wir uns noch in der Stufe 1 (Konzeptplanung). Die vorgestellten Empfehlungen werden im April erstmals in den gemeindlichen Gremien vorgestellt und beraten. Im Mai soll die Gemeindevertretung entscheiden, ob überhaupt eine Straßensanierung in der Sommerfeldsiedlung erfolgen soll. Über Detailfragen wie Straßenbelag, Zahl der Stellplätze im öffentlichen Straßenraum und deren Befestigungen, Straßenquerschnitte etc. soll in der nachfolgenden Sitzungsrunde beraten und entschieden werden.

Nach der Entscheidung der Gemeindevertretung über die Planungsempfehlungen kann die nächste Stufe beginnen. In jeder der nächsten Stufen werden die Bürgerinnen und Bürger über das Zwischenergebnis informiert und die Möglichkeit erhalten, sich weiter einzubringen. Diese Vorgehensweise ist in den Allgemeinen Festlegungen zum Verfahrensablauf bei sämtlichen Straßen- und Gehwegbauvorhaben in der Gemeinde Kleinmachnow bereits festgelegt (siehe DS-Nr. 140/17 vom 16.11.2017).

Bürgermeister und Gemeindevertretung wollen so auch dem Wunsch der Bürgerinitiative folgen, unter anderem in den Ausschüssen bei künftigen Beratungen zum Thema Rederecht erhalten zu können.

3. Bürgerwerkstatt Sommerfeldsiedlung | 14. November 2017

Der Bürgerdialog zur Verkehrssituation in der Sommerfeld-Siedlung, der Anfang 2017 begann, wurde am 14. November 2017 im Bürgersaal des Rathauses mit einem "Runden Tisch" fortgesetzt. Moderiert vom Büro NAGLER & PARTNER sollte unterschiedlichen Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Sichtweise zu erläutern und/oder eine Stellungnahme abzugeben. Dabei sollten auch Anregungen und Hinweise aufgegriffen werden, die noch nicht ausreichend diskutiert wurden. Meinungen und Hinweise aus der Anwohnerschaft zu den diskutierten Themen wurden während und nach der Veranstaltung entgegengenommen.

2. Bürgerwerkstatt Sommerfeldsiedlung | 19. September 2017

Vor rund 180 Zuhörern wurden die vom Büro NAGLER & PARTNER erarbeiteten Lösungsansätze und die Untersuchungsergebnisse zum baulichen Zustand vorgestellt, erläutert und mit den Anwohnern diskut

1. Bürgerwerkstatt Sommerfeldsiedlung | 27./28. Februar 2017

Auf Anregung u. a. der Gemeindevertretung hat die Verwaltung das Thema Verkehrssituation in der Sommerfeldsiedlung wieder aufgegriffen und sucht mit Unterstützung durch das Büro NAGLER & PARTNER Architekten und Stadtplaner (Cottbus) nach Lösungsansätzen für den Umgang mit den Straßen.

Der Bürgerdialog hat zum Ziel, ein gemeinsames, zukunftsorientiertes und möglichst stimmiges Konzept für die öffentlichen Straßenverkehrsflächen in der Sommerfeldsiedlung zu entwickeln.

In der 1. Bürgerwerkstatt im Februar 2017 ging es um die direkte Kommunikation sowohl innerhalb der Anwohnerschaft, als auch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und den Moderatoren, um die vielen Positionen, Anregungen und Wünsche aufzunehmen und der Verwaltung einen Überblick über das aktuelle Meinungsspektrum zu verschaffen.

Die Hinweise sind kein einheitliches Votum der Anwohnerschaft und keine Festlegung für künftige Entscheidungen. Die Zusammenfassungen stellen teilweise auch Einzelmeinungen dar.