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Handlungsfeld D | Private Haushalte

Mittels Kampagnen und Beratungen sind auch die in Kleinmachnow lebenden Menschen mitzunehmen auf den Weg zur Klimaneutralen Kommune 2035. Motivation und Anregung müssen geschaffen werden, um für das Ziel der Gemeinde zu werben. Hier liegt der Fokus insbesondere auf energetische Modernisierung.   

D1 | Angebot einer regelmäßigen Energieberatung

Beschreibung: Die Gemeinde Kleinmachnow schafft ein Energieberatungsangebot für die Bürger/-innen und die ansässigen Unternehmen. Da der Aufbau einer eigenen Beratungsstelle kurzfristig nicht leistbar sein wird, bietet sich eine Kooperation mit der Verbraucherzentrale des Landes Brandenburg an. Für die herstellerunabhängige Energiebe­ratung stellt die Gemeinde Räumlichkeiten zur Verfügung, die zu festgelegten Terminen als Energieberatungsstelle genutzt werden können. Die Termine werden auf der Homepage und über Social-Media-Kanäle der Gemeinde sowie nach Möglichkeit in den Lokalzeitungen veröffentlicht. Das Angebot muss durch zielgruppenorientierte und öffentlichkeitswirksame Medienkanäle intensiv beworben werden. Hierzu gilt es, Formate zu finden, welche auf die Menschen zugehen, um besonders die Teile der Einwohnerschaft zu erreichen, die nicht selbst „suchen“. Als unterstützendes Instrument für die Beratung werden kostenlose Broschüren anderer Organisationen (zum Beispiel Deutsche Energie-Agentur [dena], co2-online) bereitgestellt und in die Bürgerberatung eingebunden.
Einzelbausteine im Rahmen der Energieberatung sind insbesondere:

  • Förderung für Sanierung bzw. Heizungsumstellung, Heizungserneuerung
  • Installation von PV-Anlagen.

Zielgruppe: Bürger/-innen
Zielsetzung: 
Förderung von Energieeinsparmaßnahmen, Energieeffizienz und der Nutzung von erneuerbaren Energien in privaten Haushalten

Handlungsschritte:
  1. Ansprache der Verbraucherzentrale
  2. Planung einer Beratungsstelle in der Gemeinde, Bereitstellung von Räumlichkeiten
  3. Bewerbung des Angebotes durch Medienkanäle
  4. Durchführung der Beratungen
  5. Feedback und Controlling
Verantwortung / Akteure:
  • Gemeindeverwaltung, (Fachdienst Verkehrsplanung, Klima- und Umweltschutz, Fachdienst Stadtplanung/Bauordnung, Fachbereich Büro des Bürgermeisters, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
  • Verbraucherzentrale
Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
  •  Eigenmittel
Zeitplanung: Umsetzungsbeginn: 1. Quartal 2023 | Umsetzungsart: wiederholend
Laufzeit:
Einsparpotenziale: Treibhausgase/Energie: indirekt

Die Maßnahme kann CO2-Einsparungen initiieren.

Bewertungsfaktoren:

Priorität: 4 von 5
Umsetzungskosten: Mittlerer Personalaufwand für die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, die Beratungskosten werden durch die Bürger/-innen gezahlt (Stand Juli 2022 Basisberatung kostenlos, Energie-Check 30 Euro), 4.000 Euro bei Übernahme der Kosten durch die Gemeinde
Einfluss auf Klimaanpassung: Nein
Erfolgsindikator:
5 Beratungen pro Monat

D2 | Durchführung von Kampagnen

Beschreibung: Öffentlichkeitsarbeit ist ein zentraler Baustein der Klimaschutzarbeit. Sie dient dazu, neue Projekte zu initiieren und laufende Projekte durch eine positive Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen und Nachahmungen zu initiieren. Sie fördert die Bewusstseinsbildung und Verhaltensänderung bei den Akteuren vor Ort, die zu einem geringeren Energieverbrauch und Treibhausgaseinsparungen führen. Neben aktuellen Informationen auf der gemeindlichen Webseite soll jährlich mindestens eine Aktion durchgeführt werden, zum Beispiel Klima-Tag, Tag der offenen Heizung, Thermografie-Rundgang, Infostand Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf dem Rathausmarkt / dem Adam-Kuckhoff-Platz, Wettbewerb zur Energieeinsparung und Ähnliches. Mögliche Themen sind: Konsumverhalten, Bildung, Energieeffizienzmaßnahmen im Haushalt etc. Jedes Jahr sollte möglichst eine andere Zielgruppe angesprochen werden.


Zielgruppe: Bürger/-innen

Zielsetzung: Motivation und Aktivierung der Zielgruppen,
Sensibilisierung für Energie- und Treibhausgas-Einsparmaßnahmen

Handlungsschritte:
  1. Konzeption der Aktionen über fünf Jahre
  2. Planung und Durchführung der Einzelaktionen
  3. Anschaffung einer Standausrüstung bzw. Materialien
  4. Bewerbung der Aktionen, Umsetzung
  5. Feedback und Controlling
Verantwortung / Akteure:
  • Gemeindeverwaltung (Fachbereich Schule/ Kultur/ Soziales, Fachbereich Büro des Bürgermeisters, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Fachdienst Verkehrsplanung, Klima- und Umweltschutz)
  • Verbraucherzentrale
  • Lenkungskreis Klimaschutz
  • IHK, Handwerkskammer
  • Vereine (wie ADFC…)
  • Marktbetreiber, regionale Anbieter
Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
  •  Eigenmittel
Zeitplanung: Umsetzungsbeginn: 1. Quartal 2023 | Umsetzungsart: wiederholend
Laufzeit: jährlich
Einsparpotenziale: Treibhausgase/Energie: indirekt

Die Maßnahme kann CO2-Einsparungen initiieren.

Bewertungsfaktoren:

Priorität: 3 von 5
Umsetzungskosten: Pro Aktion rund 5.000 Euro. Mittlerer Personalaufwand
Einfluss auf Klimaanpassung:
Ja
Erfolgsindikator:
Hohe Anzahl an Teilnehmer/-innen  (TN zirka 500 Personen)

D3 | Kommunales Förderprogramm für private Haushalte

Beschreibung: Um einen Anreiz für den weiteren Ausbau von regenerativen Energiesystemen zu schaffen, legt die Gemeinde eigene Förderprogramme auf. Zielgruppe sind die privaten Haushalte. Damit auch Mieter-/innen von der Förderung profitieren können, sollen Balkonanlagen und Mieterstrommodelle in die Förderung mit einbezogen werden. Die Förderung kann zu einem späteren Zeitpunkt auch auf andere Technologien ausgeweitet werden.


Zielgruppe: Bürger/-innen
Zielsetzung: 
Regenerative Stromerzeugung im Gemeindegebiet erhöhen

Handlungsschritte:
  1. Erarbeitung der entsprechende Förderrichtlinie
  2. Bereitstellung von Haushaltsmitteln
  3. Prüfung der Anträge
  4. Vergabe der Zuwendungsbescheide
  5. Prüfung der Verwendungsnachweise
  6. Auswertung der Ergebnisse
Verantwortung / Akteure:
  •  Gemeindeverwaltung (Fachdienst Verkehrsplanung, Klima- und Umweltschutz)
Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
  •  Eigenmittel
Zeitplanung: Umsetzungsbeginn: 4. Quartal 2022 | Umsetzungsart: wiederholend
Laufzeit: 5 Jahre
Einsparpotenziale: Treibhausgase/Energie: direkt

Durch die Umsetzung der Maßnahme werden CO2-Einsparungen initiiert. Einsparungen pro kWh PV-Strom gegenüber Bundesstrommix 2019: 438 g/kWh.

Bewertungsfaktoren:

Priorität: 5 von 5
Umsetzungskosten: Budget für das Förderprogramm in Höhe von 100.000 Euro pro Jahr, mittlerer Personalaufwand
Einfluss auf Klimaanpassung:
Ja
Erfolgsindikator:
Fördermittel werden abgerufen

D4 | Verleih/Tausch/gemeinsame Nutzung von
Gebrauchsgegenständen

Beschreibung: Zur Schonung von Ressourcen ist es sinnvoll, gebrauchte Gegenstände, die noch in gutem Zustand sind, weiterzugeben oder zu tauschen. Gegenstände können auch gemeinsam genutzt oder verliehen werden. Dazu müssen Bürger/-innen für klimagerechten Konsum sensibilisiert und die Akzeptanz der Nutzung von gebrauchten Gegenständen gesteigert werden.

Die Gemeinde kann dazu „Handelsbörsen“ ‑ Räumlichkeiten und/oder eine virtuelle Plattform ‑ bereitstellen. Bereits bestehende Initiativen sollen durch die Gemeinde unterstützt und ausgebaut werden.


Zielgruppe: Bürger/-innen
Zielsetzung: 
Schonung von Ressourcen

Handlungsschritte:
  1. Konzeptionierung von Tausch- und Verleihbörsen
  2. Bereitstellung von Räumlichkeiten oder Plätzen für die Umsetzung Öffentlichkeitsarbeit
  3. Auswertung der Erfolge
Verantwortung / Akteure:
  • Institutionen/Vereine
  • Gemeindeverwaltung (Fachdienst Verkehrsplanung, Klima- und Umweltschutz)
  • Bürger/-innen
Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
  •  Eigenmittel
Zeitplanung: Umsetzungsbeginn: 3. Quartal 2025 | Umsetzungsart: dauerhaft
Einsparpotenziale: Treibhausgase/Energie: indirekt

Einsparung durch Mehrfachverwendung statt Neuanschaffung

Bewertungsfaktoren:

Priorität: 2 von 5
Umsetzungskosten: Geringer bis mittlerer Personalaufwand für die Initiierung, Kosten müssen durch die Initiativen getragen werden
Einfluss auf Klimaanpassung:
Nein
Erfolgsindikator:
Etablierung von einer Tauschbörse in Kleinmachnow bis 2025

D5 | Einrichtung eines Bücherregals in der Bibliothek zum Klimaschutz

Beschreibung: Um ein Bewusstsein für das Thema Klima und Umweltschutz zu generieren, soll die Bibliothek im Rathaus mit einem Bücherregal speziell zu den Themen „Energie, Klimaschutz, Klimawandel, Umweltschutz“ versehen werden. Das Angebot soll insbesondere Kinder und Jugendliche ansprechen, damit sie sich altersgerecht mit der Thematik auseinandersetzen können.

Ergänzt werden kann dies durch einen Ständer mit Broschüren und Flyern zum Mitnehmen. Hier bieten sich insbesondere Informationen der Verbraucherzentrale bzw. des bundeseigenen Dienstleistungsunternehmen dena (Deutsche Energieagentur) an. Auch ortsansässige Vereine oder Institutionen können dort Infomaterialien passend zum Thema hinterlegen. Der Broschürenständer muss regelmäßig gepflegt und neu bestückt werden.


Zielgruppe: Kinder und Jugendliche
Zielsetzung: 
Sensibilisierung für das Thema „Klimaschutz“

Handlungsschritte:
  1. Recherche zu relevanten Büchern (Bücher für jede Altersgruppe)
  2. Bestellung der Bücher, des Ständers und der Infomaterialien
  3. Platz innerhalb der Bibliothek finden (leicht auffindbar, gut beschriftet)
  4. Werbung für die neue Bücherkategorie und die Materialien
Verantwortung / Akteure:
  • Gemeindeverwaltung (Fachbereich Schule/Kultur/Soziales, Bibliothek)
  • Ortsansässige Vereine und Institutionen
Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
  • Eigenmittel
  • Eventuell Spenden
Zeitplanung: Umsetzungsbeginn: 1. Quartal 2023 | Umsetzungsart: einmalig
Einsparpotenziale: Treibhausgase/Energie: indirekt
Bewertungsfaktoren:

Priorität: 1 von 5
Umsetzungskosten: Geringer Personalaufwand, geringe zusätzliche Kosten für die Beschaffung der Materialien, etwa 4.000 Euro/Jahr
Einfluss auf Klimaanpassung:
Nein
Erfolgsindikator:
Neue thematische Bücherecke wird wahrgenommen und genutzt.