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Sportlicher Aktionstag rund ums Rathaus bringt Kleinmachnow in Bewegung

Saltos, Schauer, Sport: Rund ums Rathaus war am Samstag, 5. September 2026, ordentlich was los. Sportlicher Aktionstag – der Name war Programm: Mehrere hundert Besucherinnen und Besucher kletterten, balancierten, tanzten und machten mit.

Ein paar Schritte Anlauf, Absprung – und ab in die Luft: Saltos, Schrauben und akrobatische Sprünge. Die Aktiven von Parkour Kleinmachnow e.V. zeigten auf dem Rathausmarkt, was sie draufhaben.

Gleich nebenan ging es beim Ninja-Parcours ins Duell: Wer kommt schneller durch die aufblasbaren Hindernisse? Ein Stück weiter sah es zunächst deutlich ruhiger aus. Beim „Surfen“ lag ein kleines Brett auf einer Halbkugel. Doch kaum stand man darauf, fing das Ganze an zu wackeln – jetzt bloß die Balance halten.

Und dann war da noch die Kletterwand. Die bewegte sich während des Kletterns einfach weiter – da hieß es: dranbleiben. Bürgermeister Bodo Krause probierte das selbst aus. Später setzte er sich auch noch aufs Rudergerät.

Um 13 Uhr eröffnete Krause den Sportlichen Aktionstag offiziell. Was rund ums Rathaus längst zu sehen war, brachte er dabei auf den Punkt: „Bewegung bedeutet nicht nur Sport. Sie sorgt für Wohlbefinden und sie sorgt für Begegnung.“

Im Rathaus ging es derweil weiter. Im Bürgersaal war beim Auftritt des Teltower Carneval Clubs e.V. kein Stuhl mehr frei. Später zeigte Shirokuma Brandenburg e.V. Techniken und Griffe aus Karate und Selbstverteidigung.

Selbst in der Bibliothek wurde es sportlich. Bücher lesen? Natürlich. Diesmal kamen sie aber auch auf den Kopf: Beim Gehen galt es, die Bücher oben zu behalten.

Auf der anderen Seite des Rathauses ging es im Innenhof beim Kickboxen zur Sache. Kinder probierten Schläge und Tritte an gepolsterten Trainingsgeräten aus. Wer dabei ins Schwitzen kam, hatte es zur Wassertheke der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH (MWA) nicht weit. Dort gab es etwas gegen den Durst – und auch der eine oder andere Vierbeiner bekam dort sein Wasser.

Das Wetter spielte zwischendurch zwar nicht so ganz mit. Doch nach den kurzen Schauern ging es an den Außen-Stationen einfach weiter.

Der Aktionstag war erst der Anfang

Hinter dem sportlichen Nachmittag steckt mehr als ein einmaliges Fest. Der Aktionstag war der Auftakt des Projekts „Stadt.Land.Sport.“. Kleinmachnow ist eine von drei Kommunen bundesweit, die daran teilnehmen. Gemeinsam mit der BARMER und der Kölner Denkfabrik fischimwasser will die Gemeinde mehr Bewegung in den Alltag bringen.

Dafür muss nicht überall etwas völlig Neues entstehen. Vorhandene Möglichkeiten sollen besser sichtbar werden, neue Bewegungspunkte dort hinzukommen, wo Menschen ohnehin unterwegs sind: auf Wegen und Plätzen, auf Schulhöfen oder an bestehenden Spiel- und Sportflächen. „Wir wollen in der Pilotphase Bewegungsmöglichkeiten schaffen, ausprobieren und langfristig verankern“, sagte Krause.

Die ersten sichtbaren Spuren entstanden schon während des Sportlichen Aktionstages. Im Jugendhaus CARAT wurde beim gut besuchten Streetart-Workshop gesprüht und gestaltet. Heraus kamen Kacheln im Format eines DIN-A4-Blattes. Sie sollen später die neuen Bewegungspunkte in Kleinmachnow kennzeichnen.

Viele Ideen, viele Unterstützer

Möglich wurde der Aktionstag auch durch viele, die mit angepackt und eigene Angebote beigesteuert haben. Dazu gehörten der Seniorenbeirat Kleinmachnow, die Maxim-Gorki-Gesamtschule mit ihrem Förderverein, die Begegnungsstätte Alte Schule e.V., der Rotary Club Kleinmachnow, Feelgood Senioren Sportcenter, Blau-Weiß Kleinmachnow e.V., das Yoga Center Kleinmachnow, EMS-Studio AproSports am Rathausmarkt, LISA’s Café, Physiotherapeutin und Heilpraktikerin Frau Pannier, Frau Hörhammer mit ihrer Beratung zur ketogenen Ernährung sowie die Evangelische Kirche mit ihrem Fotostand. Zudem unterstütze Blumrich mit der Aufnahme von Zielfotos und auch die Geschäfte am Rathausmarkt beteiligten sich mit längeren Öffnungszeiten. Mit dabei waren neben den Beschäftigten des Ordnungsamtes auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde Kleinmachnow, u.a. an einem eigenen Info-Stand der Gemeinde.

Und jetzt geht es für das Projekt „Stadt.Land.Sport.“ erst richtig los! Dafür werden noch weitere Sportcoaches gesucht. Nach einer kostenfreien Qualifizierung können sie eigene Bewegungsangebote auf die Beine stellen – etwa Walking, Laufen oder Boule. Auch ganz eigene Ideen sind willkommen.

Lust mitzumachen? Wer als Sportcoach gemeinsam mit anderen mehr Bewegung nach Kleinmachnow bringen möchte, kann sich bei Iris Weger im Rathaus unter i.weger@kleinmachnow.de melden.


Also: Mitmachen, andere mitnehmen und Kleinmachnow gemeinsam in Bewegung bringen!