Forschen wie die Profis - Mini-Ausstellung von Sechstklässlern der Steinweg-Schule im Rathaus
Was haben ein Gecko an der Glasscheibe, springende Menschen und laufende Hunde gemeinsam? Sie alle stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die zeigt, wie spannend Forschung schon in der Schule sein kann.
Auf der Empore der zweiten Etage des Rathauses Kleinmachnow lädt die Steinweg-Schule ab sofort zu einer kleinen, interaktiven Ausstellung ein – entwickelt von den Schülerinnen und Schülern des 6. Jahrgangs. Hier geht es nicht ums bloße Anschauen, sondern ums Mitdenken und Mitmachen.
Im Unterricht haben die Kinder in kleinen Gruppen geforscht wie echte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Sie entwickelten eigene Fragen, planten Experimente und werteten ihre Ergebnisse aus. Grundlage dafür war die intensive Beschäftigung mit den verschiedenen Wirbeltiergruppen. Sie verglichen Körperbau, Entwicklung und Lebensweisen und nutzten dieses Wissen gezielt für ihre eigenen Untersuchungen.
Dabei sind überraschende und zugleich alltagsnahe Fragestellungen entstanden – Beispiele:
- Hat Kaugummikauen einen Einfluss auf die Sprungleistung beim Seilspringen mit geschlossenen Augen?
- Wie lange kann sich ein Gecko an einer Glasscheibe halten, wenn diese mit unterschiedlichen Flüssigkeiten verschmiert ist?
- Kann man höher springen, wenn man leichter ist?
Die Ergebnisse präsentieren die Schülerinnen und Schüler in kurzen, anschaulichen Steckbriefen. Diese zeigen nicht nur die Resultate, sondern geben auch Einblick in die Denk- und Arbeitsweise der jungen Forschenden. Manche Fragen wurden von mehreren Gruppen untersucht, andere zeigen besonders kreative und individuelle Zugänge.
Ein besonderer Bestandteil des Projekts war der bewusste und reflektierte Einsatz von künstlicher Intelligenz, den die Schülerinnen und Schüler in ihren Forscherportfolios transparent dokumentiert haben. Besonders auch: Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich aktiv zu beteiligen. Mit Klebepunkten können sie die Fragen markieren, die sie besonders spannend finden – und so ihre eigenen Interessen sichtbar machen.
Die Ausstellung ist ab sofort geöffnet und kann bis zum 15. Juni 2026 besucht werden. Sie macht eindrucksvoll deutlich, wie aus Neugier echte Forschung entsteht – lebendig, verständlich und mit viel Begeisterung.