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Neue Bänke am Checkpoint Bravo laden zum Verweilen ein

Mit einer Länge von rund 160 Kilometer führt der Berliner Mauerweg um das ehemalige Westberlin herum. Er wird nach und nach mit einem Leitsystem, Erinnerungsstelen und Möblierung ausgestattet. Auch der frühere Grenzverlauf zwischen Kleinmachnow und Berlin ist Teil dieses geschichtsträchtigen Weges, und am einstigen Checkpoint Bravo laden jetzt fünf von Berlin finanzierte neue Bänke zum Verweilen ein.

Zur offiziellen Übergabe der neuen Sitzmöbel trafen sich Kleinmachnows Bürgermeister Bodo Krause, Jörg Ernsting und Antje Butzmann von der Bauverwaltung mit den Berliner Planerinnen Gabriele Kaupmann und Sandra Rößler von Grün Berlin sowie Thomas Baier vom Checkpoint Bravo e. V., um sich über das Projekt zu informieren und natürlich zum Probesitzen.

Länderübergreifendes Projekt „Ertüchtigung Berliner Mauerweg“

Anfang 2019 fasste das Berliner Abgeordnetenhaus den Beschluss zur „Ertüchtigung des Berliner Mauerwegs“ mit dem Ziel, den historischen Erinnerungsweg für die Allgemeinheit langfristig zu sichern. Die Projektumsetzung wurde dem landeseigenen Unternehmen Grün Berlin übertragen. In der Folge wird der Mauerweg abschnittsweise bedarfsgerecht und verkehrssicher erneuert und die Orientierung durch neue Beschilderung und einheitliche Gestaltung verbessert. Eine eigens für den Mauerweg entwickelte Möblierung bietet an geeigneten Standorten zusätzlich Aufenthaltsangebote. Hierzu zählen auch Standorte in Kleinmachnow wie die Erinnerungs- und Gedenkstätte Checkpoint Bravo im heutigen Europarc Dreilinden oder das Panzerdenkmal, wo die bestehenden Informationen durch die von Berlin finanzierte Möblierung ergänzt werden. Informationsstelen finden sich auch bereits am Königsweg und an der Karl-Marx-Straße.

An der Ginsterheide und im ehemaligen Todestreifen am Buschgrabensee werden noch Stelen entlang des Mauerwegverlaufes eingebaut die mittels historischer Fotos an den Ursprung des heutigen Mauerwegs erinnern und über historische Besonderheiten berichten sollen.

Umsetzung Stand 2025: Der Berliner Mauerweg verfügt nun über ein verbessertes Wegeleitsystem mit neuen Erinnerungsstelen und optimierter Wegweisung. Zahlreiche Schadstellen entlang des Mauerwegs wurden bisher behoben. Von insgesamt elf erneuerungsbedürftigen Wegabschnitten wurden bereits fünf fertiggestellt. Die übrigen sechs befinden sich in Planung oder aktuell im Bau. Nahe Kleinmachnow konnte im Juli 2025 der Mauerweg auf dem damaligen Zollweg der Westalliierten in Steglitz-Zehlendorf am ehemaligen Grenzverlauf am Buschgraben grundhaft erneuert und an den Bezirk zurück übergeben werden.

Aktuell wird ein zwei Kilometer langer Mauerwegabschnitt am sogenannten Japaneck bis Lichterfelder Allee in Teltow sowie am Hahneberg in Spandau und der Ruppiner Chaussee (ab 10/25) in Reinickendorf baulich erneuert.

Finanzierung: Für die Ertüchtigung des Berliner Mauerweges stehen bis 12,39 Millionen Euro zur Verfügung. Die Finanzierung des bis 2027 angesetzten Projektes erfolgt zu 90 Prozent durch die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und zu 10 Prozent durch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Das Land Berlin unterhält, wartet und pflegt aus Landeshaushaltsmitteln alle installierten Ausstattungselemente (Möblierung, Informationsstelen, Leitsystem) entlang des Berliner Mauerwegs.


27.08.2025