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Panzerdenkmal (Panzer jetzt durch Baufahrzeug/Schneefräse ersetzt)

Denkwürdiger Ort Nr. 34

Im Sommer 1945 ließ die sowjetische Militärverwaltung in Berlin-Zehlendorf ein Panzerdenkmal errichten, das später noch zwei Mal umgesetzt wurde. Dieses Panzerdenkmal erinnerte an den ersten Panzer der Roten Armee, der 1945 über die Glienicker Brücke rollte.

Als Folge des Zwei-plus-Vier-Vertrags baute die sowjetische Armee den Panzer am 20. Dezember 1990 ab. Für Ersatz sorgte bald der Künstler Eckhart Haisch. Nach dem Motto „Schwerter zu Flugscharen“ platzierte er 1992 einen rosafarbener Schneelader auf dem verwaisten Denkmalsockel.

Er erinnerte damit an die Friedliche Revolution von 1989. Das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege stellte Panzersockel und Kunstinstallation unter Schutz. Auch wenn seit vielen Jahren kein sowjetischer Panzer mehr auf dem Sockel steht, hat sich die Bezeichnung “Panzerdenkmal” bis heute erhalten. Die wechselvolle Geschichte des ursprünglichen Ehrenmals und die der rosafarbenen Kunstinstallation zeichnet vor Ort eine Freiluft-Ausstellung nach. Sie erläutert Deutungen und Umdeutungen des Denkmals im Kontext deutsch-deutscher und europäischer Ereignisse.

Weitere denkwürdige Orte in der näheren Umgebung:

Nummer

Bezeichnung

3 Erinnerungsstätte für die Zwangsarbeiter, zwischen: Zur Remise und Hufeisen
26 Grenzgedenkstätte, Stele für Hoheitszeichen (Ehemaliger Grenzübergang an der BAB 115)
33 Grenzgedenkstätte, Wachturm (Ehemaliger Grenzübergang an der BAB 115 )
13 Gedenktafel am Eingang des Julius-Kühn-Instituts, ehemals Dreilinden Maschinenbau GmbH
63 Bosch-Werke, Stahnsdorfer Damm 61