4. Bürgerwerkstatt Sommerfeldsiedlung | 20. März 2018
Mit der 4. Bürgerwerkstatt ging der Bürgerdialog zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Sommerfeldsiedlung am 20. März zu Ende. Erkennbar war, dass es nach zahlreichen Diskussionen und Beratungen mittlerweile in vielen - wenn auch nicht allen - Bereichen deutliche Annäherungen zwischen den Vorstellungen der Gemeindeverwaltung und denen der Anwohner gibt.
Anfang 2017 hatte die Verwaltung diesen mehrstufigen Bürgerdialog mit dem Ziel gestartet, unter Einbeziehung der Anwohnerschaft und unterschiedlicher Interessengruppen ein zukunftsorientiertes Konzept zur künftigen Gestaltung der öffentlichen Straßenverkehrsflächen in der Sommerfeldsiedlung zu erarbeiten.
Architekt Heinz Nagler, dessen Büro Nagler + Partner Stadtplaner Architekten (Cottbus) von Anfang an mit der Betreuung des Projektes beauftragt war, stellte die aus dem Abwägungsprozess entwickelten Planungsempfehlungen der Verwaltung vor, die in diesem Frühjahr der Gemeindevertretung vorgelegt und in deren Fachausschüssen diskutiert werden sollen. Dargestellt wurden auch die nach heutigem Stand voraussichtlichen Kosten für die verschiedenen Lösungsansätze bzw. Ausführungsvarianten.
Auch die Bürgerinitiative Sommerfeldsiedlung legte ihre Sicht dar
Nachdem der Start des Bürgerdialogs 2017 noch von großem Misstrauen geprägt und durchaus rau im Umgangston war, zeigten sich Vertreterinnen und Vertreter der Anwohnerschaft nun aufgeschlossener für einige der Empfehlungen, so z.B. hinsichtlich der Notwendigkeit, die Straßen grundhaft zu erneuern. Auch die Gemeindeverwaltung hat Anregungen der Bürgerinitiative aufgegriffen, indem bei der notwendigen Modernisierung der Straßenbeleuchtung nicht eine maximale Ausleuchtung, sondern nur eine eng an der Bestandsdichte orientierter Erneuerung erfolgen soll.
Nachwievor unterschiedliche Einschätzungen bestehen bei der Frage nach einer Befestigung von Kfz-Stellflächen auf den vier Meter breiten Seitenstreifen. Die Bürgerinitiative setzt sich für den konsequenten Erhalt des historischen Erscheinungsbildes der Sommerfeld-Siedlung aus den 1930er Jahren ein. Die Angleichung der Straßenquerschnitte auf in allen Straßen einheitliche Maße, was ein verbessertes Miteinander von Autos und Fußgängern ermöglichen würde, wird zum Teil kritisch gesehen. Die Bürgerinitiative befürwortet außerdem Betonfahrbahnen und wehrt sich gegen jegliche weitere Versiegelung.
Die Gemeinde wird für das künftige Material für die Fahrbahnen deshalb gleichberechtigt nicht nur hellen Asphalt, sondern auch Beton als möglichen Baustoff untersuchen.
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Der Planungsablauf gliedert sich in insgesamt vier Stufen. Zurzeit befinden wir uns noch in der Stufe 1 (Konzeptplanung). Die vorgestellten Empfehlungen werden im April erstmals in den gemeindlichen Gremien vorgestellt und beraten. Im Mai soll die Gemeindevertretung entscheiden, ob überhaupt eine Straßensanierung in der Sommerfeldsiedlung erfolgen soll. Über Detailfragen wie Straßenbelag, Zahl der Stellplätze im öffentlichen Straßenraum und deren Befestigungen, Straßenquerschnitte etc. soll in der nachfolgenden Sitzungsrunde beraten und entschieden werden.
Nach der Entscheidung der Gemeindevertretung über die Planungsempfehlungen kann die nächste Stufe beginnen. In jeder der nächsten Stufen werden die Bürgerinnen und Bürger über das Zwischenergebnis informiert und die Möglichkeit erhalten, sich weiter einzubringen. Diese Vorgehensweise ist in den Allgemeinen Festlegungen zum Verfahrensablauf bei sämtlichen Straßen- und Gehwegbauvorhaben in der Gemeinde Kleinmachnow bereits festgelegt (siehe DS-Nr. 140/17 vom 16.11.2017).
Bürgermeister und Gemeindevertretung wollen so auch dem Wunsch der Bürgerinitiative folgen, unter anderem in den Ausschüssen bei künftigen Beratungen zum Thema Rederecht erhalten zu können.
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