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Sowjetisches Ehrenmal

Denkwürdiger Ort Nr. 21

Das Ehrenmal gehört zu einem Gräberfeld, auf dem 104 sowjetische Soldaten ihre letzte Ruhestätte fanden. Sie fielen in der Schlacht um Berlin im Raum Kleinmachnow vom 22. April bis 2. Mai 1945. Das vom Kleinmachnower Bildhauer Willi Ernst Schade geschaffene Ehrenmal wurde am 20. Juli 1946 eingeweiht. Ein Metallkranz, der die Vorderfront zierte, ist verschollen.

Die Übersetzung der russischen Inschrift auf der Vorderseite lautet wie folgt:

Ewiger Ruhm den Helden der Roten Armee, gefallen für Freiheit und Unabhängigkeit ihrer Heimat im großen Krieg gegen die faschistische Unterdrückung der Völker Europas 1941-1945

Auch zwei deutsche Inschriften finden sich an den Seiten:

Links: „Hier ruhen Kämpfer der Roten Armee. Wofür sie starben, dafür wollen wir leben. Für Völkerverständigung, Völkerversöhnung und Völkerfrieden.“

Rechts: „Der Tod ist letzte Vollendung. Das Leben aber zwingt zur Tat, zum Schaffen, Leiden und zum Überwinden. Was Völker trennt, ist der Hass. Was sie verbindet, ist das Menschentum.“

Die Namen von 41 hier bestatteten Soldaten wurden vom Heimatverein Kleinmachnow recherchiert und von der Botschaft der Russischen Föderation bestätigt. Sie finden sich auf drei Tafeln, die 2012 aufgestellt wurden.

Weitere denkwürdige Orte in der näheren Umgebung:

Nummer
Bezeichnung
23 Gedenkstein für die Opfer des Faschismus, OdF-Platz
36 Wohnhaus, Auf der Reutte 5
47
Gemeindehaus der evangelischen Auferstehungsgemeinde, Jägerstieg 2
48 Landhaus Ibsch, Jägerstieg 17
50 Wohn- und Atelierhaus Alfred Schild, Karl-Marx-Straße 72 
73 Wohnhaus Schild mit Einfriedung, Am Bannwald 10 
83 Stolperstein für Dr. Georg Gradnauer, Wendemarken 108
87 Stolperstein für Mathilde Moeller, Wendemarken 41
88 Stolperstein für Thekla Moeller, Wendemarken 41
98 Stolperstein für Margarete Eisermann, Brodberg 16,41
111 Stolperstein für Marie Sternberg, Uhlenhorst 9
118 Wohnhaus Witt, Ernst-Thälmann-Straße 83