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Gedenkstein für die Opfer des Faschismus

Denkwürdiger Ort Nr. 23

Seit 1945 wurde am zweiten Sonntag im September in ganz Deutschland der Opfer des Faschismus gedacht. 1948 erhielt dann der zuvor als „Am Birkenwäldchen“ oder später „Am Kieferndreieck“ bekannte Platz den Namen OdF-Platz. Ein Jahr später wurde auf der Grünanlage außerdem ein Findling als Gedenkstein aufgestellt. Erinnert wurde damit an all jene, die wegen ihres Widerstandes gegen die unmenschliche Hitler-Diktatur oder allein aufgrund ihrer jüdischen Herkunft in Konzentrationslagern litten und starben.

  • Gedenkstein auf dem OdF-Platz mit der Inschrift "Den Toten zur Ehre, den Lebenden zur Pflicht".

Der Stein trägt die Inschrift „Den Toten zur Ehre den Lebenden zur Pflicht“, darüber sind ein auf der Spitze stehendes rotes Dreieck und die Buchstaben KZ zu sehen. Das Dreiecksymbol trugen politische KZ-Häftlinge auf ihrer Kleidung.

Jedes Jahr am 27. Januar – dem Tag der Befreiung des KZ Auschwitz im Jahr 1945 und seit 1996 offizieller Gedenktag – erinnert die Gemeinde an dieser Stelle an alle Opfer des Naziregimes.

Auch am 8. Mai – dem Tag, der das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa markiert – trifft man sich hier sowie am sowjetischen Ehrenmal (21) und bei den deutschen Soldatengräbern auf dem Waldfriedhof (14) zum Gedenken.

Weitere denkwürdige Orte in der näheren Umgebung:

Nummer
Bezeichnung
21 Sowjetisches Ehrenmal, Hohe Kiefer
36 Wohnhaus, Auf der Reutte 5
47
Gemeindehaus der evangelischen Auferstehungsgemeinde, Jägerstieg 2
48 Landhaus Ibsch, Jägerstieg 17
50 Wohn- und Atelierhaus Alfred Schild, Karl-Marx-Straße 72
73 Wohnhaus Schild mit Einfriedung, Am Bannwald 10
87 Stolperstein für Mathilde Moeller, Wendemarken 41
88 Stolperstein für Thekla Moeller, Wendemarken 41
98 Stolperstein für Margarete Eisermann, Brodberg 16,41
111 Stolperstein für Marie Sternberg, Uhlenhorst 9
118 Wohnhaus Witt, Ernst-Thälmann-Straße 83
124 Doppelhauswohnhaus, Im Dickicht 51-53