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Stele "Stille Helden"

Denkwürdiger Ort Nr. 99

Seit dem 8. Mai 2014 trägt der Platz an der Ecke Hohe Kiefer, Förster-Funke-Allee den Namen Dr. Margarete Sommers, die sich während des Holocausts nicht nur gegen Zwangsterilisationen einsetzte, sondern auch verfolgten jüdischen Bürgern half und sie vor der Deportation in Vernichtungslager bewahrte. An sie und weitere Kleinmachnower, die Verfolgten des Nazi-Regimes halfen, erinnert die Stele „Stille Helden“, die ebenfalls am 8. Mai enthüllt wurde.

Mit dem Projekt „Stolpersteine“ hatte es begonnen. Seit fast zehn Jahren arbeiten Menschen aus mittlerweile drei Generationen und beider Konfessionen in der Projektgruppe. Während der Recherchen zu den Verlegungen der Stolpersteine in Kleinmachnow entdeckten sie die Geschichten der sogenannten „Stillen Helden“, die für Verstecke und Lebensmittel sorgten, Behördengänge und Spaziergänge beglitten, Papiere fälschten und anderes mehr.

Diesen Menschen ein Denkmal zu setzen, wurde zum ehrgeizigen Ziel der Gruppe, und sie fand viele Unterstützer, wie das Künstlerpaar Julia und Rainer Ehrt, das aus Eichenbohlen die Stele in Form eines Hauses formte. In den Fensteröffnungen drehen sich Edelstahltafeln mit den Namen der Menschen aus Kleinmachnow, die halfen auf der einen, und derjenigen, denen sie geholfen haben auf der anderen Seite.

Nicht alle Fenster sind besetzt, doch das kann und soll sich noch ändern, und dafür wünschen sich die Initiatoren weiterhin viel Mithilfe bei der Suche nach Informationen sowie Unterstützung bei der weiteren Finanzierung.

Weitere denkwürdige Orte in der näheren Umgebung:

Nummer
Bezeichnung
51 Wohnhaus Karl-Marx-Straße 142
85 Stolperstein für Moritz Korn, Auf der Drift 11
100
Wohnhaus Götze, Driftkamp 14
104 Wohnhaus mit Verkaufsbüro der Bürgerhaussiedlung, Karl-Marx-Straße 117
105 Tankstelle, Karl-Marx-Straße 132
112 Einmannbunker, Adolf-Grimme-Ring/ Schopfheimer Allee