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Start in ein neues Jahrtausend

2000-2019

2000

In dem Jahr, in dem Kleinmachnow sein 625-jähriges Bestehen feiert, beschließt die GV, dem Ort ein richtiges Rathaus zu spendieren. Bis zu 19 Millionen Mark für Bau und Ausstattung werden dafür genehmigt. Als großes Ereignis wird zudem die Eröffnung des Sportforums gefeiert. Das seit 1936 bestehende Postamt an der Hohen Kiefer 26 schließt. Die Filiale zieht ins Geschäftshaus am OdF-Platz um.

2001

Die Internationale Schule öffnet ihre Pforten auf dem Seeberg, und ein mit Spenden finanzierter Gedenkstein erinnert am Adam-Kuckhoff-Platz nun an die Opfer der Teilung Deutschlands. Erneut wird gewählt in Kleinmachnow. Alter und neuer hauptamtlicher Bürgermeister ist mit deutlicher Mehrheit Wolfgang Blasig.

2002

Das in den 50er Jahren zugeschüttete Gewölbe der alten Hakeburg wird freigelegt, denn der Förderverein Alter Dorfkern plant deren Wiederaufbau. Im Dezember wird an der Förster-Funke-Allee der Grundstein für Kleinmachnows neues Ortzentrum gelegt. Die Kleinmachnowerin Cornelia Behm (B 90/DGrüne) wird in den 15. Deutschen Bundestag gewählt.

2003

Eine bronzene Gedenktafel am Tor der Biologischen Bundesanstalt erinnert seit Mai an das Schicksal von Zwangsarbeitern, die von 1941 bis 1945 im damaligen Boschwerk Flugzeugteile bauen mussten.

2004

Am 1. April wird das neue Ortszentrum als „Rathausmarkt“ mit einem großen Fest eröffnet. Im Dezember können auch Verwaltung und Gemeindebibliothek dort ins neue Rathaus einziehen. Die Eröffnung einer evangelischen Grundschule sorgt für Entlastung, da die beiden kommunalen Grundschulen aus allen Nähten platzen. Ein altes Thema bekommt neues Gewicht: Nachdem die Anerkennung als gemeinsames Mittelzentrum abgelehnt wurde, wird wieder über eine Fusion der Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf und der Stadt Teltow diskutiert, denn gemeinsam erhielte die Region mehr Zuschüsse vom Land.

2005

Mit Freigabe der neu gebauten Schleusenbrücke ist eine alte Verkehrsverbindung zwischen Kleinmachnow und Stahnsdorf wieder hergestellt. Das Freibad Kiebitzberge verzeichnet am 29. Mai mit 4075 Badegästen einen neuen Tagesrekord. Und im Einwohnermeldeamt wird der 18.000. Einwohner registriert. Die wachsende Zahl von Kindern in Kleinmachnow machte es nötig: Die Gemeinde eröffnet nach den Sommerferien in einem Bestandsgebäude auf dem Seeberg eine dritte kommunale Grundschule.

2006

Der Seeberg ist verkauft. Die Telekom ist mit der Internationalen Schule Berlin-Brandenburg ins Geschäft gekommen. Nun geht es an die Verwirklichung der Campus-Pläne. Während Verwaltung und Gemeindevertreter über die beste verkehrliche Erschließung diskutieren, beginnt die Internationale Schule im November mit dem Bau neuer Sportanlagen. Im September weiht die Gemeinde den „Ort der Erinnerung“ ein, mit dem sie sich ihrer Vergangenheit stellt und der Menschen gedenkt, die für die Dreilinden Maschinenbau GmbH, Zwangsarbeit für die deutsche Rüstung leisten müssen.

2007

Die wachsende Evangelische Grundschule feiert den Baustart für ein neues eigenes Gebäude. Unterdessen bekommt Kleinmachnow Zuwachs, über den sich allerdings nur Wenige wirklich freuen. Wildschweine entdecken das hohe Nahrungspotential von Grünstreifen, Vorgärten und Komposthaufen. Mit den wachsenden Schäden wird der Ruf nach dem Jäger immer lauter. Die 18-jährige Kleinmachnowerin Nelly Marie Bojahr, Schülerin des Weinberg-Gymnasiums, wird zur „Miss Germany“ gewählt. Die Freiwillige Feuerwehr feiert ihr 75-jähriges Jubiläum und Kleinmachnow den 19.000. Einwohner.

2008

Stolpersteine des Künstlers Günther Demmig werden allerorten zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in die Gehwege vor deren letzem freiwillig gewählten Wohnort verlegt. Auch in Kleinmachnow werden die ersten acht Sttolpersteine in die Gehwege gesetzt. Nach 70-jähriger Sperrung wird die Schleuse Kleinmachnow wieder für Besucher geöffnet.

2009

Weil Wolfgang Blasig zum Landrat Potsdam-Mittelmarks aufsteigt, muss Kleinmachnow nach 16 Jahren einen neuen Bürgermeister wählen. Michael Grubert (SPD) wird der neue Mann im Rathaus. Ganz Deutschland feiert den 20. Jahrestag des Mauerfalls, auch in Kleinmachnow finden aus diesem Anlass zahlreiche Veranstaltungen statt. Erstmals wird auch der Grenzverlauf wieder sichtbar gemacht. Messingbänder in den Gehwegen des Zehlendorfer Damms und der Karl-Marx-Straße zeugen nun von der einstigen Teilung Deutschlands. Die Partnerstadt Schopfheim nimmt den Jahrestag zum Anlass, einer neu gebauten Straße den Namen "Kleinmachnower Weg" zu geben. Wegen seiner Stasi-Vergangenheit verliert Dr. Klaus Nitzsche das Vertrauen der Gemeindevertretung und wird als deren Vorsitzender abgewählt.

Bild vergrößern: 2002 kreisen die Baukräne über dem neu entstehenden Ortszentrum Kleinmachnows
2002 kreisen die Baukräne über dem neu entstehenden Ortszentrum Kleinmachnows