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Das geteilte Land

1946-1960

1946

Das sowjetische Ehrenmal an der Hohen Kiefer wird feierlich eingeweiht. Dort fanden 104 gefallene Rotarmisten ihre letzte Ruhe.

In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) kommt es zu den ersten Wahlen für die Gemeindevertretung Kleinmachnow. Die SED erhält 7, die CDU 23 Sitze. Bürgermeister  Hans Casagranda (1897–1986) wird im Amt bestätigt.

1948

10.1.1948: In den Gebäuden der Reichspostforschungsanstalt wird die SED-Parteihochschule "Karl-Marx" eröffnet,

Neuer Bürgermeister wird im Mai Friedrich Gellert.

1949

7.10.1949: Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) wird gegründet.

125.245 Menschen flüchten aus der DDR, nicht wenige auch aus Kleinmachnow.

1950

Bürgermeister Gellert wird am 1. April verhaftet. Sein Amt übernimmt kommissarisch Fritz Rosenbaum.

Die Rammrathbrücke wird als Behelfsbau wieder errichtet. Anstelle der Badewitzbrücke entsteht eine Fußgängerüberbrücke aus Holz, die später den Namen Friedensbrücke erhält.

1951

Gerhard Juhr wird im Januar offiziell als Bürgermeister eingesetzt, doch bereits im September nach Königs Wusterhausen versetzt, sein Nachfolger ist Fritz Liebenow.

25.7.1951 Der Teltowkanals für den gesamten Schiffsverkehr an den DDR-Grenzen gesperrt.

1952

Die Provinz Brandenburg und der Kreis Teltow werden aufgelöst und der Bezirk Potsdam mit Kreisen wird gebildet. Kleinmachnow gehört fortan zum Kreis Potsdam-Land. Unterdessen werden Einschränkungen im Grenzverkehr spürbar durch schärfere Kontrollen. Der Zugang zum Bahnhof Düppel wird geschlossen und die direkte Telefonverbindung nach West-Berlin gekappt.

30.10.1952: Die Gemeindevertretung tagt. Weit mehr als 1.000 Menschen versammeln sich zum Protest gegen die Einschränkungen im Grenzverkehr am Bahnhof Düppel. In einer Resolution wird gefordert, die Einschränkungen wieder zurückzunehmen, denn die vielen Pendler könnten ihrem sozialistischen Arbeitsauftrag nicht nachkommen, wenn sie täglich große Umwege in Kauf nehmen müssten. Dieser „Provokation in Kleinmachnow“ folgt in der Nacht zum 5. November eine Verhaftungswelle, um das „reaktionäre Nest“, auf Linie zu bringen. Im Februar 1953 werden schließlich neun Kleinmachnower Bürger als „Schädlinge und Saboteure“ in einem Schauprozess zu langen Zuchthausstrafen verurteilt.

1953

Schon wieder ein neuer Bürgermeister, doch Walter Schuch bleibt nun immerhin bis 1960 im Amt.

17. Juni 1953: Auch Kleinmachnower Bürger schließen sich den Protesten Berliner Bauarbeiter an. 

Die Schleusenweg-Schule wird gebaut.

1954

Der ehemalige Löschteich im früheren Zwangsarbeiterlager der DLMG am Stahnsdorfer Damm 73 wird zum ersten Schwimmbad in Kleinmachnow umgebaut. Bis 1956 werden am „Boschbecken“ technische Ausstattungen nachgerüstet, und es folgt der Anbau einer Garderobe mit Duschen und Waschräumen.

Der Grenzübergang Düppel nach West-Berlin wird Anfang Oktober wieder eröffnet.

Die Reste der alten Hakeburg und des Herrenhauses werden dem Erdboden gleich gemacht.

1955

Das sowjetische Panzerdenkmal wird von der Potsdamer Straße in Zehlendorf auf Kleinmachnower Gemarkung an der Autobahn neben der Stammbahntrasse verlegt.

1957

Die für 200.000 Mark instandgesetzte Schleusenbrücke wird dem Verkehr übergeben.

1959

Alle Kleinmachnower Telefoninhaber werden an das vollautomatische Telefonamt Am Bannwald im Selbstwählerverkehr angeschlossen. Das „Fräulein vom Amt“, also die Handvermittlung von Telefongesprächen, hat ausgedient.

1960:

1.4.1960:Mit der Gemeinde Kleinmachnow, die ihren 40. Jahrestag als eigenständige Gemeinde begeht, feiert auch der Standesbeamte und langjährige Gemeindeangestellte Alfred Wundahl (1888–1979), sein 40-jähriges Dienstjubiläum. Neuer Bürgermeister wird in diesem Jahr Otto Bachmann.