Vom Gutshof zur Landgemeinde
1920 – 1932
1920
1.4.1920: Aus dem Gutsbezirk Klein-Machnow mit seinen 500 Einwohnern wird die Landgemeinde Kleinmachnow.
24.4.1920: Nach den ersten demokratischen Wahlen in Kleinmachnow beruft der erste gewählte Ortsvorsteher Heinrich Funke die erste Sitzung des Gemeindevertretung Kleinmachnow ein. Er begrüßt acht Abgeordnete und einen Schöffen im Gasthaus Grothe.
Siedlungsgesellschaften und Bauunternehmer entdecken Kleinmachnow und beginnen mit der Besiedlung.
1922
Das Seemannsheim wird an die Evangelisch-Lutherischen Freikirche verkauft, die dort eine Theologische Hochschule einrichtet.
1924
Der Buschgraben wird teilweise in Rohre und unter die Erde verlegt.
4.5.1924: Förster Funke wird erneut zum Bürgermeister gewählt.
Das Gemeindeamt wird vermutlich in diesem Jahr an den Zehlendorfer Damm 217 ins Verwaltungsgebäude der Hakes direkt neben der alten Burg verlegt.
1926
Ein Siedlungsplan für die Gemeinde wird aufgestellt. Sie zählt nun 944 Einwohner.
Die Gemeinde beschließt den Bau von Radfahrwegen.
1927
Die verkehrliche Entwicklung geht voran. 150.000 Mark werden in den Straßenbau investiert, dabei werden Straßen künftig sieben statt nur fünf Meter breit gebaut. Der erste Kraftdroschkenfahrer wird ansässig, und die ersten Verkehrsschilder werden aufgestellt. Auch Telefone gibt es nun!
1928
1.10.1928: Teile der Heinersdorfer Wiesen werden eingemeindet. Am Ringweg entsteht eine Siedlung der "Gemeinnützigen Garten-Siedlungs-Genossenschaft zur Erhaltung von Kleingärten e. V. in Teltow".
1929
November 1929: Erneut wird Bürgermeister Funke in seinem Amt bestätigt.
1930
1.2.1930: Die wachsende Eigenherdsiedlung erhält einen Pavillonbau als erste eigene Schule, die jedoch bald erweitert werden muss.
März 1930: Das Gemeindebüro wird zum Zehlendorfer Damm 200 verlegt.
31.8.1931: Das neue Gemeindehaus der Evangelischen Auferstehungsgemeinde im Jägerstieg wird eingeweiht
1932
Die Einwohnerzahl übersteigt die 3000.
März 1932: Der Bau von 250 Häusern der „Bürgerhaussiedlung“ des Bauunternehmers Adolf Sommerfeld beginnt.
31.3.1932: Heinrich Funke legt aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Die Gemeinde ernennt ihn zum Ehrenbürger. Sein Nachfolger im Amt wird Georg Herholz, sein bisheriger Stellvertreter.
23.9.1932: Die Freiwillige Feuerwehr Kleinmachnow wird gegründet.
Die Erschließung Kleinmachnows schreitet voran. Eine künftige breite Hauptverkehrsstraße wird angelegt. Sie erhält den Namen Förster-Funke-Allee. Doch wegen der Breite und der damit zusammenhängenden Straßenbau-Umlage, finden sich kaum Käufer für die anliegenden Grundstücke.