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B1 | Photovoltaik-Dachflächenanlagen auf Gewerbegebäuden

Beschreibung: Gewerbebetriebe verfügen häufig über große Dachflächen. Bei geeigneter Dachneigung, Statik und geringer Verschattungssituation ist es hier besonders sinnvoll, PV-Anlagen zu errichten. Deswegen prüft die Gemeinde, ob eine Installationspflicht im Rahmen einer Satzung sowohl für Bestandsgebäude als auch für Neubauten möglich ist. Ziel ist es, alle verfügbaren Flächen zu belegen und eine hohe Eigenstromnutzung zu erreichen. Sollte eine Installationspflicht nicht möglich sein, soll die Zielgruppe durch das Klimaschutzmanagement der Gemeinde angesprochen und von den Vorteilen einer PV-Anlage überzeugt werden.


Zielgruppe: Unternehmen, Gemeindliche Wohnungsgesellschaft (gewog)
Zielsetzung: Regenerative Stromerzeugung im Gemeindegebiet erhöhen
Arbeitsstand:   | | (Arbeitsprozess aufgenommen)

Handlungsschritte:
  1. Prüfung einer Installationspflicht im Rahmen einer Satzung für PV-Anlagen
  2. Veröffentlichung der Verpflichtung und direkte Hinweise an die Zielgruppe/-n
    Alternativ:
  3. Konzeption und Planung der Vorgehensweise
  4. Kooperation mit lokalen Solateuren
  5. Kontaktaufnahme mit Gebäudeeigentümer/-innen mit großen Dachflächen anhand des Solarkatasters Brandenburg
  6. Beratung der Unternehmen hinsichtlich PV-Anlagen
  7. Installation von PV-Anlagen und entsprechenden Speichersystemen durch die Unternehmen
  8. Erfolgscontrolling über die erfolgte Umsetzung von Anlagen
Verantwortung / Akteure:
  • Gemeindeverwaltung (Fachdienst Verkehrsplanung, Klima- und Umweltschutz)
  • Unternehmen, Gemeindliche Wohnungsgesellschaft (gewog)
Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
  • KfW-Programm Erneuerbare Energien – Standard
  • Förderprogramm „Energie vom Land"
Zeitplanung: Umsetzungsbeginn: 3. Quartal 2023 | Umsetzungsart: wiederholend
Laufzeit: 2 Jahre
Stand 3. Quartal 2025

Für die Gewerbegebiete wurde ein Solarkataster erstellt. Derzeit wird eine Umfrage erarbeitet, um die Unterstützungsbedarfe der Anlieger zu eruieren.
Den Bedarfen entsprechend soll eine Informationsveranstaltung organisiert oder passendes Infomaterial zusammengestellt werden. 

Einsparpotentiale: Treibhausgase / Energie: direkt

Einsparungen pro kWh PV-Strom gegenüber Bundesstrommix 2019: 438 g/kWh

Bewertungsfaktoren: Priorität: 5 von 5

Umsetzungskosten: Kosten werden durch die Unternehmen getragen, geringer Personalaufwand in der Gemeindeverwaltung

Einfluss auf Klimaanpassung: NEIN

Erfolgsindikator: Installierte Leistung PV kontinuierlich erhöhen, Senkung des bundesweiten Emissionsfaktors für Strom

Bürgerbeteiligung:

Im Rahmen des Workshops “Quo Vadis Klimaschutz“ am 16.2.2023 wurde diese Maßnahme einer genaueren Betrachtung unterzogen. Hierbei kam es zu folgenden Ergebnissen/Anregungen der Teilnehmenden:

Im 2. Quartal 2023 ist eine Info-Kampagne zu starten, die alle Gewerbetreibende erreicht. Mögliche Hindernisse für eine Installation von Solarmodulen auf Gewerbedächer sind zu identifizieren.

Die Gemeinde und Fachberater sollten Maßnahmepakete anbieten mit Rahmenverträgen und Finanzierungskonzepten. Vorgeschlagen wird der Zusammenschluss von Unternehmen in einem Pool oder in Genossenschaften, um gemeinsam gute Konditionen auszuhandeln.

Realistisch erscheint es, bis 2035 100 Prozent der der PV-fähigen Gewerbedächer mit Anlagen auszustatten.