B1 | Photovoltaik-Dachflächenanlagen auf Gewerbegebäuden
Beschreibung: Gewerbebetriebe verfügen häufig über große Dachflächen. Bei geeigneter Dachneigung, Statik und geringer Verschattungssituation ist es hier besonders sinnvoll, PV-Anlagen zu errichten. Deswegen prüft die Gemeinde, ob eine Installationspflicht im Rahmen einer Satzung sowohl für Bestandsgebäude als auch für Neubauten möglich ist. Ziel ist es, alle verfügbaren Flächen zu belegen und eine hohe Eigenstromnutzung zu erreichen. Sollte eine Installationspflicht nicht möglich sein, soll die Zielgruppe durch das Klimaschutzmanagement der Gemeinde angesprochen und von den Vorteilen einer PV-Anlage überzeugt werden.
Zielgruppe: Unternehmen, Gemeindliche Wohnungsgesellschaft (gewog)
Zielsetzung: Regenerative Stromerzeugung im Gemeindegebiet erhöhen
Arbeitsstand: ▶ ▶ | ▲ | ▶ ▶ (Arbeitsprozess aufgenommen)
| Handlungsschritte: |
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| Verantwortung / Akteure: |
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| Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten |
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| Zeitplanung: | Umsetzungsbeginn: 3. Quartal 2023 | Umsetzungsart: wiederholend Laufzeit: 2 Jahre |
| Stand 3. Quartal 2025 |
Für die Gewerbegebiete wurde ein Solarkataster erstellt. Derzeit wird eine Umfrage erarbeitet, um die Unterstützungsbedarfe der Anlieger zu eruieren. |
| Einsparpotentiale: | Treibhausgase / Energie: direkt Einsparungen pro kWh PV-Strom gegenüber Bundesstrommix 2019: 438 g/kWh |
| Bewertungsfaktoren: | Priorität: 5 von 5
Umsetzungskosten: Kosten werden durch die Unternehmen getragen, geringer Personalaufwand in der Gemeindeverwaltung Einfluss auf Klimaanpassung: NEINErfolgsindikator: Installierte Leistung PV kontinuierlich erhöhen, Senkung des bundesweiten Emissionsfaktors für Strom |
| Bürgerbeteiligung: |
Im Rahmen des Workshops “Quo Vadis Klimaschutz“ am 16.2.2023 wurde diese Maßnahme einer genaueren Betrachtung unterzogen. Hierbei kam es zu folgenden Ergebnissen/Anregungen der Teilnehmenden: Im 2. Quartal 2023 ist eine Info-Kampagne zu starten, die alle Gewerbetreibende erreicht. Mögliche Hindernisse für eine Installation von Solarmodulen auf Gewerbedächer sind zu identifizieren. Die Gemeinde und Fachberater sollten Maßnahmepakete anbieten mit Rahmenverträgen und Finanzierungskonzepten. Vorgeschlagen wird der Zusammenschluss von Unternehmen in einem Pool oder in Genossenschaften, um gemeinsam gute Konditionen auszuhandeln. Realistisch erscheint es, bis 2035 100 Prozent der der PV-fähigen Gewerbedächer mit Anlagen auszustatten. |