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Klimaschutz zu Hause

Klimaschutz fängt bei uns selbst an. Doch was können wir dafür tun? Als erstes sollten wir nicht genutzte Energie gar nicht erst entstehen lassen. Wir können schon durch einfache Gewohnheitsänderungen und geringe Investitionen bis zu 15 Prozent der Energiekosten einsparen. So kommt Klimaschutz schlussendlich nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch dem eigenen Geldbeutel.

Solarenergie nutzen

Ist der Verbrauch von Energie unvermeidlich, sollte sie die Umwelt nicht belasten und klimaneutral produziert und bereitgestellt werden. Zu dieser „sauberen Energie“ zählen Wasserkraft, Erdwärme und Biomasse sowie Wind- und Sonnenenergie. Solarenergie, das heißt die Erzeugung von Strom durch Sonneneinstrahlung, ist sauber und emmissionsfrei. Daher ist der beschleunigte Ausbau von Photovoltaik ein wichtiger Baustein um die regionale Energiewende voranzutreiben.

Förderung von Solaranlagen durch die Gemeinde Kleinmachnow

Die Förderung von Solaranlagen wurde durch die Gemeindevertretung am 10.02.2022 beschlossen. Gefördert werden hierbei festinstallierte Photovoltaikanlagen, zugehörige Batteriespeicher sowie steckerfertige Stromerzeugungsmodule mit und ohne Speicher (Plug-In PV-Anlagen oder „Balkonkraftwerke“). Insgesamt stehen im Jahr 2022 und 2023 jeweils 100.000 Euro zur Verfügung. Die Spanne der einmaligen Zuschüsse erstreckt sich, je nach Anlage, über 110 Euro bis max. 900 Euro. Ziel ist eine nachhaltige Verbesserung der CO2-Bilanz und die Steigerung von erneuerbarer Stromerzeugung durch Solaranlagen bei Wohngebäuden.

Ab 20. Juni 2022 können Eigentümer/-innen oder Mieter/-innen, die eine Solaranlage an beziehungsweise auf einem Gebäude in Kleinmachnow errichten wollen, einen Antrag auf Zuschuss bei der Gemeinde stellen. Der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens schriftlich bei der Gemeindeverwaltung einzureichen. Bitte nutzen Sie ausschließlich das vorgegebene Antragsformular.

Dem Antragsformular sind Fotos der vorgesehenen Dachfläche, ein Eigentumsnachweis bzw. bei Mietobjekten eine Einverständniserklärung des Eigentümers/ der Eigentümerin und ein Kostenvoranschlag des ausführenden Fachbetriebs beizulegen.

Mit der Installation der Anlage kann begonnen werden, sobald die Antragsbewilligung vorliegt. Die Installation muss dann innerhalb von neun Monaten erfolgen. Spätestens drei Monate nach der Installation ist eine Schlussrechnung, Fotos der montierten Anlage sowie ein Nachweis der Anlagenanmeldung beim Netzbetreiber vorzulegen. Erst nach Einreichung der vollständigen Unterlagen kann die Auszahlung der Zuschüsse erfolgen.

Näheres zu den Förderbedingungen und der Antragsdurchführung entnehmen Sie der Förderrichtlinie Förderprogramm “Solardach“ und der dazugehörigen Ausführungsvorschrift. Bei Fragen können Sie sich gern an den Fachdienst Verkehrsplanung, Klima- und Umweltschutz wenden.

Tipps und Links um  die Förderfähigkeit Ihrer geplanten PV-Anlage durch die Gemeinde Kleinmachnow festzustellen:



Energetisch Bauen und Sanieren

Die größten Einsparpotenziale erreicht man sicherlich durch eine gute Isolierung des eigenen Hauses. Denn schlecht oder unzureichend gedämmte Gebäude sind wahre Energiefresser. Allein durch eine Dämmung der Fassade können bei einem durchschnittlichen Gebäude bis zu 19 Prozent der Heizenergie gespart werden. Während es im Winter darum geht, die Wärme im Haus zu halten, soll sie im Sommer draußen bleiben. Auch das schafft eine gute Dämmung. Viele Dämmstoffe schützen nicht nur vor Wärme und Kälte, sondern auch vor Lärm. Insbesondere moderne Fenster mit wärmedämmender Dreifachverglasung halten auch Straßenlärm und andere Geräusche fern.

Mit Zuschüssen bis zu 60 Prozent fördert der Staat das Wärmedämmen. Für viele Dämmmaßnahmen können Sie Fördermittel beantragen, beispielsweise aus dem KfW-Programm „Energieeffizient sanieren“. Fördermittel gibt es in einzelnen Fällen auch für Maßnahmen, die die Energieeinsparverordnung (EnEV) bereits vorschreibt – wie etwa die Dämmung der obersten Geschossdecke.

Bevor Sie zur Tat schreiten, sollte sich ein Experte Ihre Immobilie genau ansehen und prüfen, wo Wärmelecks sind. Die Unterstützung durch einen Energieberater ist in manchen Fällen auch Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln. Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt die Bundesregierung eine Energieberatung vor Ort finanziell mit bis zu 80 Prozent der Kosten. Seit dem 1. Dezember 2017 kann im Rahmen der Vor-Ort-Förderung des BAFA alternativ zum bisherigen Beratungsbericht auch ein individueller Sanierungsfahrplan durch einen Energieberater erstellt werden.

Förderprogramme mitnehmen

Verschiedene Förderprogramme unterstützen Projekte zur Erhöhung der Energieeffizienz bzw. zum Einsatz erneuerbarer Energien. Die Fördermitteldatenbank von Bund, Ländern und der EU enthält umfangreiche Informationen zu Fördermöglichkeiten für Privatpersonen, Unternehmen und Bauherren sowie zur Errichtung von Anlagen aus erneuerbaren Energien und Förderung energieeffizienter Mobilität: https://www.energie-experten.org/

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bündelt alle wichtigen Förderprogramme. Informieren Sie sich rechtzeitig was gefördert wird, wie viel Zuschuss Sie bekommen und wie Sie die Förderung beantragen: https://www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/effiziente_gebaeude_node.html



Energie sparen

Die Heizung, der Kühlschrank, der Fernseher, die Waschmaschine und andere Geräte, die Sie im Alltag nutzen verbrauchen Energie. Vor allem ältere Geräte oder falsche Leuchtmittel sind oft unnötige Energiefresser. Wir haben Tipps & Tricks wie Sie ganz einfach ohne Aufwand zu Hause und unterwegs Energie sparen können.



Konsumverhalten überdenken

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Die Informationskampagne „Zu gut für die Tonne!“ wendet sich gegen das Wegwerfen wertvoller Lebensmittel. Auf dieser Webseite finden Sie einfache Tipps, Rezepte für Reste, zahlreiche Mitmachaktionen, Lebensmittellexikon und sogar ein App mit Rezepten zum Herunterladen: https://www.zugutfuerdietonne.de/

Die Deutschen haben im weltweiten Vergleich eine hohe Pro-Kopf-CO₂-Emission. Und das Ziel lässt sich für Deutschland sehr genau benennen: Von 10 Tonnen CO₂ auf unter 1 Tonne CO₂ pro Person und Jahr. Und wie gut ist Ihre persönliche CO₂-Bilanz? Wo stehen Sie heute? Was sind Ihre zentralen Stellschrauben? Welchen Beitrag können Sie zukünftig für den Klimaschutz leisten? Finden Sie es heraus. Berechnen Sie Ihre aktuelle CO2-Bilanz und optimieren Sie diese für die Zukunft: https://uba.co2-rechner.de/de_DE/



Mobiliät neu denken – in Alltag und Urlaub

Fast 95 Prozent der CO2-Emissionen des Mobilitätssektors werden im Straßenverkehr erzeugt. Fahrgemeinschaften, Busse und Bahnen sind eine klimafreundliche und günstige Alternative. Auch die Gemeinde Kleinmachnow fördert die E-Mobiliät mit Ladestationen und dem Verleih von E-Bikes. Schauen Sie einmal unter dem Menüpunkt "Radverkehr“.

Wer klimaschonend reisen möchte, scheitert oft an der mangelnden Information oder an der verwirrenden Vielfalt an Tipps und Hintergrundwissen. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Wer Spaß daran hat, neue Ziele und neue Reisearten auszuprobieren, wird feststellen, dass klimaverträgliches Reisen eher Bereicherung als Verzicht bedeutet. Auch wenn die Bahn immer mal wieder für Überraschungen gut ist, wenn Sie Bahn fahren schonen Sie das Klima. Es lohnt sich also gerade bei Inlandsflügen: https://www.co2online.de/klima-schuetzen/mobilitaet/bahn-oder-flugzeug-der-vergleich/