Wildschweine auf neuen Wegen: Sichten, melden, Abstand halten!
Wo sind die Wildschweine in Kleinmachnow unterwegs? Eine durchaus berechtigte Frage. Denn die Tiere suchen sich derzeit neue Rückzugsorte und tauchen damit auch an neuen Stellen im Ort auf. Umso wichtiger ist es jetzt, Sichtungen über das digitale Formular WIMO zu melden. Und was tun, wenn Wildschweine plötzlich im eigenen Garten stehen?
Seit Beginn des Jagdjahres 2026/27 am 1. April liegt die Strecke im Pachtgebiet Kleinmachnow/Stahnsdorf inzwischen bei 75 Wildschweinen (Stand: 17. August 2026). Der hohe Jagddruck (im aktuellen Jagdjahr liegt die momentane Quote mehr als 50 Prozent über den Abschüssen des Vorjahres) führt dazu, dass die Tiere ihre bisherigen Aufenthaltsbereiche teilweise verlassen und sich neue Rückzugsorte suchen. So werden Wildschweine jetzt beispielsweise häufiger rund um den Stolper Berg, entlang des Bannwaldes und im Bereich Zehlendorfer Damm / Kiebitzberge gesichtet.
Wildschwein-Sichtungen bitte online melden
Gerade deshalb sind aktuelle Hinweise aus der Bevölkerung besonders wichtig, damit die Jäger die neuen Rückzugsorte erkennen und tätig werden können. Zum Eintragen von Wildschwein-Sichtungen gibt es auf der Webseite der Gemeinde Kleinmachnow das digitale Melde-Formular WIMO. Die Abkürzung WIMO steht für Wildschwein-Monitoring. Dort können die Informationen schnell und unkompliziert eingetragen werden. So lässt sich besser erkennen, wo die Tiere aktuell unterwegs sind und wie sich ihre Aufenthaltsorte verändern.
Wildschweine im eigenen Garten – was tun?
Tauchen Wildschweine plötzlich im eigenen Garten auf, heißt es zunächst: Ruhe bewahren und Abstand halten. Gehen Sie nicht auf die Wildschweine zu. Verlassen Sie den Garten möglichst und lassen Sie den Tieren ausreichend Raum. Aber seien Sie ruhig laut und machen Sie es den Wildschweinen so ungemütlich wie nur möglich - natürlich aus einer sicheren Entfernung zu den Tieren. Nach einiger Zeit werden die Tiere weiterziehen.
Sollte das nicht geholfen haben, wenden Sie sich gern an das Ordnungsamt der Gemeinde Kleinmachnow (ordungsamt@kleinmachnow.de). Das Ordnungsamt leitet Ihr Anliegen dann weiter an den Jagdpächter. Oder sie wenden sich gleich direkt an den Jagdpächter (info.jagdpaechter.kleinmachnow@gmx.de).
Bitte beachchten Sie, dass unsere Jagdpächter ehrenamtlich tätig sind und daher möglicherweise nicht gleich vor Ort sein können. Wichtig auch: Die Jagdpächter dürfen grundsätzlich nur in Waldgebieten Jagdhandlungen vornehmen. Eine Bejagung der Tiere auf Ihrem privaten Grundstück ist daher nicht möglich.
In Ausnahmefällen, wenn konkrete Gefahren für Leib und Leben bestehen, können Sie selbstverständlich auch stets die Polizei anrufen, vor allem, wenn sich diese Situation am Wochenende oder außerhalb der Öffnungszeiten des Rathauses Kleinmachnow ereignet.