650 Jahre KLM: Schulneubau am Zehlendorfer Damm eröffnet
Kleinmachnow anno 1846 | Klein-Machnow erhält am Zehlendorfer Damm gegenüber der Dorfkirche seinen ersten Schulbau. Der Gutsherr von Hake bewilligte den Bau der Dorfschule für eine Klasse und mit einer Lehrerwohnung, damit die Kinder aus dem Gutsbezirk Kleinmachnow und dem benachbarten Stahnsdorf einen Ort zum Lernen erhalten.
1876 – in Kleinmachnow leben mittlerweile 175 Menschen – erhält das Haus einen zweigeschossigen Anbau mit einem zusätzlichen Klassenraum und einer weiteren Wohnung. Die erste Lehrerwohnung befand sich im Dachgeschoss und umfasste auch die Räucherkammer. Nur die Küche war im Erdgeschoss und hatte einen direkten Zugang zum Garten, wo Obst und Gemüse angebaut wurden. Im Jahr 1901 wurde das Haus renoviert und von 1927 bis 1929 modernisiert, die Toiletten jedoch befanden sich weiterhin im Stallgebäude.
Bis 1936 wurde das Gebäude als Dorfschule genutzt, später als Wohnhaus. Es gilt als ältestes, weitgehend erhaltene profane Gebäude unseres Ortes und steht unter Denkmalschutz.
Die im Jahr 2014 gegründete Stiftung „Kirche und Kultur im Alten Dorf“ hat sich zum Ziel gesetzt, das alte Schulhaus mit Garten zu bewahren und zu beleben.
Teile des Gebäudes und des Gartens nutzt bis heute die Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow. Der Raum links im Erdgeschoss dient seit 2015 geflüchteten Menschen als Begegnungscafé. Seit Februar 2025 ist auch der Willkommensladen der Ukraine-Initiative hier untergebracht.