Neue Hakeburg – Erkundungen auf der Baustelle
Mit einem Tag der offenen Tür lud am Sonntag, dem 3. August, die Hakeburg Grundbesitz GmbH zur Besichtigung der Baustelle rund um und in das historische Kleinmachnower Gebäude ein. Rund 600 Gäste nutzten die Gelegenheit, sich auf dem Areal umzusehen und auch wieder in die Neue Hakeburg selbst einen Blick zu werfen.
Nach langem Leerstand und damit leider auch verbundenem Verfall des denkmalgeschützten Ensembles entstehen aktuell im Zuge der Restaurierung 27 Eigentumswohnungen in den vorhandenen Gebäuden Neue Hakeburg, Remise und Torhaus. 19 weitere Wohneinheiten kommen in den zwei Neubauten – den sogenannten Hakehäusern – hinzu. Ende nächsten Jahres rechnet Andreas Schütz, Geschäftsführer der Profi Select Coriolanus GmbH, die das Projekt vermarktet, mit der Fertigstellung. 70 Prozent der Wohnungen seien auch bereits verkauft, berichtet er. In der Hakeburg selbst, deren Umbau denkmalgerecht erfolgt, sind aktuell noch drei der luxuriösen Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern auf 71 bis 192 Quadratmetern zu haben. Doch etwas „Kleingeld“ muss man dafür schon mitbringen, denn der Quadratmeterpreis liegt um die 10.000 Euro.
Den Besuchern beim Tag der offenen Tür, zu denen neben Käufern und Kaufinteressenten auch viele alteingesessene Kleinmachnower zählten, standen das Hochparterre und das Untergeschoss der 1906 bis 1908 gebauten Neuen Hakeburg zur Besichtigung offen. Die oberen Geschosse waren aus Sicherheitsgründen nicht zugänglich. Mit großem Interesse gingen vor allem diejenigen, die mit dem Gebäude aus früheren Zeiten viele Erinnerungen verbinden, auf Entdeckungstour. Sie fanden altbekannte Details, wie den großen Kamin, Wandbemalungen oder den Wintergarten, aber auch Neues, wie den Pool im künftigen Wellnessbereich im Souterrain.
Im Innenhof konnten sich alle Gäste bei kühlen Getränken und Snacks auf einem Großbildschirm über die künftige Gestaltung des Areals und der hochwertig ausgestatteten Wohnungen informieren. Auch ein Blick in die Baugrube für die künftigen Hakehäuser und die Tiefgarage war möglich, sofern man über passendes Schuhwerk verfügte. Immerhin ist das Gelände aktuell eine Baustelle.
Durchwegung künftig wieder möglich
Große Sorge vieler Interessierter aus dem Ort war, dass das Gelände und die Gebäude künftig nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich sein könnten. Hier verwies Andreas Schütz aber auf den städtebaulichen Vertrag, den die Gemeinde Kleinmachnow bereits 2018 mit den Eigentümern geschlossen hat. Demnach gibt es Geh- und teilweise auch Radfahrrechte für die Allgemeinheit auf den Wegen zur Neuen Hakeburg. Auch der Innenhof wird wieder zugänglich sein. Dort darf dann allerdings nicht geradelt werden, und er steht nur tagsüber von 8 bis 20 Uhr offen. Daher muss auch ein Weg außerhalb des Areals hergestellt werden, um eine Umfahrung zu ermöglichen. Außerdem verpflichteten sich die Eigentümer in diesem Vertrag, einmal jährlich zum Tag des offenen Denkmals im September bedeutsame Innenräume der Hakeburg der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Weitere Informationen und Bilder zum aktuellen Baugeschehen und dem zukünftigen Erscheinungsbild bietet der Vermarkter auf den Seiten zum Projekt: https://eigentum-neue-hakeburg.de/
Wer mehr über die Geschichte der Hakeburg und Kleinmachnows erfahren möchte, wird auf unseren Seiten zu den Denkmälern und Gedenkorten fündig.