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Klein, aber oho: Die Vorschulkinder der Kita »Kükennest« im Gespräch mit dem Rathaus

Im Frühjahr dieses Jahres besuchten zehn Kinder der Vorschulgruppe aus der Kita „Kükennest“ das Rathaus – mit großen Fragen, klaren Beobachtungen und vielen guten Ideen. Empfangen wurden sie von Farina Hannibal, zuständig für Kinder- und Jugendbeteiligung der Gemeinde sowie von der Fachbereichsleiterin Recht, Sicherheit, Ordnung, Frau Leißner und Frau Butzmann, Fachdienstleiterin Gemeindegrün, die den Kindern Rede und Antwort standen.

Am Mittwoch, den 30. April 2025, um Punkt 10 Uhr, war das Rathaus Kleinmachnow um eine kluge Runde reicher: Zehn Kinder der Vorschulgruppe aus der Kita „Kükennest“ kamen mit ihrer Erzieherin Simone Möllendorf und einer Mutter ins Rathaus – und hatten viele Fragen im Gepäck. Ziel war es, mehr über die Gemeinde zu erfahren und eigene Beobachtungen anzusprechen. Der Besuch der Kita-Gruppe hat einmal mehr gezeigt, wie aufmerksam Kinder ihre Umgebung wahrnehmen – und wie wichtig es ist, ihre Fragen ernst zu nehmen.

Von wem werden Mülltonnen umgeworfen?

Die Kinder beobachteten, dass in letzter Zeit viele Mülltonnen umgekippt und ausgeschüttet sind – und wollten wissen, woran das liegt. Frau Leißner erklärte, dass Tiere wie Wildschweine, Waschbären, Marder, Krähen oder Ratten sich von den Gerüchen angezogen fühlen. Gemeinsam wurden Ideen gesammelt, was dagegen helfen kann. Hier ein paar Tipps

  • Müll möglichst ohne Essensreste entsorgen – besonders in gelber und schwarzer Tonne
  • Mülltonnen erst am Abholtag hinausstellen
  • Ggf. Spanngurte oder Schwerkraftschlösser nutzen (Infos zu passenden Tonnen-Schlössern gibt es bei den Entsorgern REMONDIS und APM)

Die Kinder hatten auch eigene kreative Ideen: Steine auf den Deckel oder rund um die Tonne – um das Umkippen zu verhindern.

Nägel in den Bäumen im Bannwald – warum?

Die Kinder berichteten, dass sie bei Müllsammelaktionen im Wald Nägel entdeckt haben – möglicherweise absichtlich in Bäume geschlagen. Frau Butzmann erklärte, dass nicht bekannt ist, woher die Nägel stammen. Sie können jedoch beim nächsten Spaziergang durch den Wald vorsichtig entfernt werden.

Müll im Wald und auf Spielplätzen

Auch dieses Thema liegt den Kindern am Herzen – und zeigt, dass Müll auf dem Spielplatz auch für die Jüngsten ein Ärgernis ist. Leider kommen Gemeinde und der mit der Beseitigung beauftragte Zweckverband Bauhof kaum hinterher mit der Reinigung, auch wenn die Mülleimer an Spielplätzen und öffentlichen Plätzen wöchentlich, teilweise sogar zweimal wöchentlich, geleert werden.

Für alle, die mithelfen möchten, Kleinmachnow nicht nur schön, sondern auch sauber zu halten, hier ein paar Hinweise zur Müllvermeidung:

Unordnung in der Bücher-Telefonzelle

Die Kinder lieben die Bücher-Telefonzelle am Zehlendorfer Damm – aber sie finden sie oft unordentlich. Die Gemeinde freut sich über das Interesse, gibt aber zu bedenken: Die Telefonzelle wird ehrenamtlich von Frau Dettke betreut. Die Bitte von uns und den Kindern an alle Nutzer/-innen: Bücher bringen, Bücher mitnehmen – aber bitte ordentlich hinterlassen.

E-Roller als Hindernis

Auf dem Weg zum Rathaus fiel den Kindern auf: Viele E-Roller liegen auf Geh- und Radwegen. Eine echte Barriere – nicht nur für Kindergruppen. Die E-Roller gehören zum Mobilitätsangebot von Jelbi, das seit Ende 2024 in Kleinmachnow verfügbar ist.


Problematisch finden – übrigens nicht nur – die Kinder, dass die E-Roller immer wieder unsachgemäß abgestellt oder einfach umgestoßen werden und dann im Weg liegen und eine echte Stolperfalle sind. Die Gemeinde bittet daher auch im Namen der Kinder alle Nutzer/-innen: Roller bitte aufrecht und so abstellen, dass niemand behindert wird!

Kinder haben eine Stimme – und sie wird gehört

Müll, Verkehr, Bücher, Natur – das sind Themen, die auch Kinder ganz konkret betreffen und beschäftigen. Der Besuch der Vorschulgruppe hat gezeigt, dass sie ihre Umwelt sehr genau beobachten und interessiert daran sind, wie sich Probleme lösen lassen.

Deshalb ist Kinder- und Jugendbeteiligung in Kleinmachnow keine leere Worthülse, sondern gelebter Alltag. Die Gemeinde nimmt die Anliegen der jungen Generation ernst und lädt alle Kinder und Jugendlichen sowie Kitas und Schulen ausdrücklich ein, sich mit ihren Ideen, Beobachtungen und Fragen zu melden. Ansprechpartnerin ist Farina Hannibal, Mitarbeiterin für Kinder- und Jugendbeteiligung.

Wir freuen uns auf Euch.