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Interkommunale Wärmeplanung TKS – Projektlenkungskreis tagte erstmals

Am 5. Juni nahm der Projektlenkungskreis für die interkommunale Wärmeplanung Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf (ikWP TKS) seine Arbeit auf. Zur konstituierende Sitzung trafen sich die Mitglieder des Lenkungskreises – die drei Bürgermeister, Verwaltungsspitzen, Geschäftsführer der kommunalen Gesellschaften und weitere Akteure  – in Stahnsdorf.

In ihrer Begrüßung betonten die drei Bürgermeister, dass die Wärmeplanung ein wegweisendes Steuerungsinstrument für die Gestaltung der Energie- und Wärmewende sein werden. Im Ergebnis soll die Wärmeplanung Transparenz für Bürger und Unternehmen bieten. Thomas Schmidt (Bürgermeister der Stadt Teltow) betonte dabei, dass die ‚Fernwärme Teltow‘ bereits an einem Transformationsplan arbeitet, um das Fernwärmnetz künftig mit regenerativer Wärme zu betreiben.

Bernd Albers (Bürgermeister der Gemeinde Stahnsdorf) verwies auf die Besonderheiten in Stahnsdorf, hier muss es Lösungen für Einfamilienhäuser und die Fläche geben, die auch zukünftig ohne Fernwärme versorgt werden. Kleinmachnows Bürgermeister Bodo Krause sieht insbesondere in der interkommunalen Zusammenarbeit eine große Chance für die Region.

Bild vergrößern: Projektgruppe am Sitzungstisch
Der Lenkungskreis Kommunale Wärmeplanung trifft sich zur ersten Sitzung in Stahnsdorf

Ziel der Wärmeplanung ist es, einen Fahrplan zur Erreichung der klimaneutralen Wärmeversorgung zu erarbeiten. Um dies zu erreichen, muss für jede Kommune einzeln, aber auch interkommunal gedacht ein abgestimmtes Maßnahmenpaket entwickelt werden. Dazu zählen Maßnahmen zur Gebäudesanierung, der Umstellung von Heizungssystemen in einzelnen Gebäuden, der Entwicklung von Nahwärmelösungen für geeignete Quartiere, der Ausbau der Fernwärme in Teltow und die Entwicklung von Fernwärme in weiteren Gebieten, wo dies aufgrund der Wärmedichte wirtschaftlich möglich ist.

Dr. Clemens Elbing und Vanessa Zabel (Planungsbüro Elbing & Volgmann GmbH) stellen dazu die Methodik und Bearbeitungsschritte vor.

Die Wärmeplanung erfolgt in den Schritten der Bestandsanalyse, Potenzialanalyse, Entwicklung von Zielszenarien und Beschreibung der Wärmewendestrategie.  Aktuell werden im Rahmen der Bestandsanalyse umfangreiche Daten zu Gebäuden und Versorgung erhoben. Die anschließende Potenzialanalyse untersucht die vor Ort bestehenden Potenziale für die Erzeugung von regenerativer Wärme. Dazu werden auch Zukunftsszenarien für die Stadt-, Gemeinde und Wärmebedarfsentwicklung mit betrachtet. Dabei wird untersucht, welche Möglichkeiten bestehen, wie mit Geothermie, Solarthermie, Fluss- oder Seethermie und unvermeidbarer Abwärme Wärme bereitgestellt werden kann. Auch werden mögliche Potenziale für die dezentrale Erzeugung mit Luft- und Erdwärmepumpen betrachtet.

Im Rahmen der Zielszenarien werden verschiedene Varianten zur Versorgung mit Fernwärme, Quartierslösungen und die Areale mit dezentralen Heizungslösungen beschrieben. Damit können im Ergebnis verschiedene Zielszenarien und die Wärmewendestrategie für die drei Kommunen aufgestellt werden.

Der Lenkungskreis ist das zentrale Gremium für das Projekt. Aktuell sind die Akteure bei der Datenbereitstellung gefragt. Dazu haben alle Beteiligten ihre Mitwirkung zugesichert. Der Lenkungskreis wird bis zum Projektabschluss insgesamt drei bis vier Mal tagen, um das Projekt zu steuern, mögliche Handlungsoptionen zu erörtern, die möglichen Zielszenarien zu besprechen und damit für die interkommunalen Wärmeplanung die Wärmewendestrategie zu erarbeiten.

Die Information der Bürger/-innen soll kontinuierlich erfolgen. In Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf sind jeweils nach der Sommerpause und im ersten Quartal 2026 öffentliche Bürgerinformationsveranstaltungen vorgesehen, um über den Bearbeitungsstand bzw. über die Ergebnisse zu berichten sowie alle Fragen zu beantworten.

Über die Webseiten der drei Kommunen wird laufend informiert.