Abschluss des Bürgerdialogs zur Verbesserung der

Verkehrssituation in der Sommerfeldsiedlung

Mit der 4. Bürgerwerkstatt ging der Bürgerdialog zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Sommerfeldsiedlung am 20. März zu Ende. Erkennbar war, dass es nach zahlreichen Diskussionen und Beratungen mittlerweile in vielen - wenn auch nicht allen - Bereichen deutliche Annäherungen zwischen den Vorstellungen der Gemeindeverwaltung und denen der Anwohner gibt.

 

Anfang 2017 hatte die Verwaltung diesen mehrstufigen Bürgerdialog mit dem Ziel gestartet, unter Einbeziehung der Anwohnerschaft und unterschiedlicher Interessengruppen ein zukunftsorientiertes Konzept zur künftigen Gestaltung der öffentlichen Straßenverkehrsflächen in der Sommerfeldsiedlung zu erarbeiten.

 

Zu insgesamt vier Bürgerwerkstätten hatte die Verwaltung eingeladen:

  • 27./28.02.2017 – Bürgerwerkstatt 1, Arbeitsgruppen (Aufnehmen von Anregungen der Bürgerinnen und Bürger)
  • 19.09.2017 – Bürgerwerkstatt 2, Vorstellung von Planungsüberlegungen der Verwaltung
  • 14.11.2017 – Bürgerwerkstatt 3 (zusätzliche Veranstaltung „Runder Tisch“; Diskussion der Planungsüberlegungen mit unterschiedlichen Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen)
  • 21.03.2018 – Bürgerwerkstatt 4, Abschluss Bürgerdialog (Darstellung des Abwägungsprozesses und Vorstellung der abgewogenen Lösungsansätze


Architekt Heinz Nagler, dessen Büro Nagler + Partner Stadtplaner Architekten (Cottbus) von Anfang an mit der Betreuung des Projektes beauftragt war, stellte die aus dem Abwägungsprozess entwickelten Planungsempfehlungen der Verwaltung vor, die in diesem Frühjahr der Gemeindevertretung vorgelegt und in deren Fachausschüssen diskutiert werden sollen. Dargestellt wurden auch die nach heutigem Stand voraussichtlichen Kosten für die verschiedenen Lösungsansätze bzw. Ausführungsvarianten.

 

Die Präsentation, der Gemeinde können Sie bereits hier einzusehen:

 

 

 

Auch die Bürgerinitiative Sommerfeldsiedlung (www.bi-sommerfeldsiedlung.de) bekam Gelegenheit, ihre Sicht darzulegen.

 

Nachdem der Start des Bürgerdialogs 2017 noch von großem Misstrauen geprägt und durchaus rau im Umgangston war, zeigten sich Vertreterinnen und Vertreter der Anwohnerschaft nun aufgeschlossener für einige der Empfehlungen, so z.B. hinsichtlich der Notwendigkeit, die Straßen grundhaft zu erneuern. Auch die Gemeindeverwaltung hat Anregungen der Bürgerinitiative aufgegriffen, indem bei der notwendigen Modernisierung der Straßenbeleuchtung nicht eine maximale Ausleuchtung, sondern nur eine eng an der Bestandsdichte orientierter Erneuerung erfolgen soll.

 

Nachwievor unterschiedliche Einschätzungen bestehen bei der Frage nach einer Befestigung von Kfz-Stellflächen auf den vier Meter breiten Seitenstreifen. Die Bürgerinitiative setzt sich für den konsequenten Erhalt des historischen Erscheinungsbildes der Sommerfeld-Siedlung aus den 1930er Jahren ein. Die Angleichung der Straßenquerschnitte auf in allen Straßen einheitliche Maße, was ein verbessertes Miteinander von Autos und Fußgängern ermöglichen würde, wird zum Teil kritisch gesehen. Die Bürgerinitiative befürwortet außerdem Betonfahrbahnen und wehrt sich gegen jegliche weitere Versiegelung.

 

Die Gemeinde wird für das künftige Material für die Fahrbahnen deshalb gleichberechtigt nicht nur hellen Asphalt, sondern auch Beton als möglichen Baustoff untersuchen.

 

Die Präsentation der Bürgerinitiative ist hier hinterlegt:

 

 

 

Der Abschluss des Bürgerdialogs ist noch nicht das Ende der Bürgerbeteiligung zur Erneuerung der öffentlichen Verkehrsflächen der Sommerfeldsiedlung. Der Planungsablauf gliedert sich in insgesamt vier Stufen. Zurzeit befinden wir uns noch in der Stufe 1 (Konzeptplanung).

 

Die vorgestellten Empfehlungen werden im April erstmals in den gemeindlichen Gremien vorgestellt und beraten. Im Mai soll die Gemeindevertretung entscheiden, ob überhaupt eine Straßensanierung in der Sommerfeldsiedlung erfolgen soll. Über Detailfragen wie Straßenbelag, Zahl der Stellplätze im öffentlichen Straßenraum und deren Befestigungen, Straßenquerschnitte etc. soll in der nachfolgenden Sitzungsrunde beraten und entschieden werden.

 

Nach der Entscheidung der Gemeindevertretung über die Planungsempfehlungen kann die nächste Stufe beginnen. In jeder der nächsten Stufen werden die Bürgerinnen und Bürger über das Zwischenergebnis informiert und die Möglichkeit erhalten, sich weiter einzubringen. Diese Vorgehensweise ist in den Allgemeinen Festlegungen zum Verfahrensablauf bei sämtlichen Straßen- und Gehwegbauvorhaben in der Gemeinde Kleinmachnow bereits festgelegt (siehe DS-Nr. 140/17 vom 16.11.2017).

 

Bürgermeister und Gemeindevertretung wollen so auch dem Wunsch der Bürgerinitiative folgen, unter anderem in den Ausschüssen bei künftigen Beratungen zum Thema Rederecht erhalten zu können.

 

Der bisherige Ablauf des Bürgerdialogs:

 

1. Bürgerwerkstatt 27./28. Februar 2017

Auf Anregung u. a. der Gemeindevertretung hat die Verwaltung das Thema Verkehrssituation in der Sommerfeldsiedlung wieder aufgegriffen und sucht mit Unterstützung durch das Büro NAGLER & PARTNER Architekten u. Stadtplaner (Cottbus) nach Lösungsansätzen für den Umgang mit den Straßen.

 

Der Bürgerdialog hat zum Ziel, ein gemeinsames, zukunftsorientiertes und möglichst stimmiges Konzept für die öffentlichen Straßenverkehrsflächen in der Sommerfeldsiedlung zu entwickeln.

 

In der 1. Bürgerwerkstatt im Februar ging es um die direkte Kommunikation sowohl innerhalb der Anwohnerschaft, als auch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und den Moderatoren, um die vielen Positionen, Anregungen und Wünsche aufzunehmen und der Verwaltung einen Überblick über das aktuelle Meinungsspektrum zu verschaffen.

 

Die Hinweise sind kein einheitliches Votum der Anwohnerschaft und keine Festlegung für künftige Entscheidungen. Die Zusammenfassungen stellen teilweise auch Einzelmeinungen dar.

 

Dokumentation zur 1. Bürgerwerkstatt:

 

 


 

Es folgte eine lange und intensive Arbeitsphase an, in der das Büro NAGLER & PARTNER die 1. Bürgerwerkstatt ausgewertet und auf dieser Grundlage sowie in Abstimmung mit der Verwaltung Lösungsansätze erarbeitet hat. In diesem Zusammenhang wurde auch ein unabhängiges Büro damit beauftragt, den baulichen Zustand des Straßenraumes zu untersuchen.

2. Bürgerwerkstatt am 19. September 2017

Vor rund 180 Zuhörern wurden die vom Büro NAGLER & PARTNER erarbeiteten Lösungsansätze und die Untersuchungsergebnisse zum baulichen Zustand vorgestellt, erläutert und mit den Anwohnern diskutiert.

 

Die vom Planungsbüro erstellten Unterlagen dazu stellen wir Ihnen hier ebenfalls zum Nachlesen und herunterladen bereit:

 

 

 

3. Bürgerwerkstatt am 14. November 2017

Der Bürgerdialog zur Verkehrssituation in der Sommerfeld-Siedlung, der Anfang 2017 begann, wurde am 14. November 2017 im Bürgersaal des Rathauses mit einem "Runden Tisch" fortgesetzt.

 

Wie in der 2. Bürgerwerkstatt am 19. September zugesagt, ist der Termin 14.11.2017 zusätzlich in den Ablaufplan aufgenommen worden.

 

Moderiert vom Büro NAGLER & PARTNER sollte unterschiedlichen Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Sichtweise zu erläutern und/oder eine Stellungnahme abzugeben. Dabei sollten auch Anregungen und Hinweise aufgegriffen werden, die noch nicht ausreichend diskutiert wurden.

 

 

 

Meinungen und Hinweise aus der Anwohnerschaft zu den diskutierten Themen werden während und nach der Veranstaltung entgegengenommen.
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Veranstaltung wird erstellt


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